Warum wir mehr Frauen in der Politik brauchen

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Warum wir mehr Frauen in der Politik brauchen pixabay.com
(BPP) Angela Merkel ist zum Wahrzeichen für Deutschlands Powerfrauen geworden. Seit 2005 ist die Bundeskanzlerin im Amt und das ist gut so. Denn Deutschland braucht, ebenso wie die übrigen europäischen Parlamente, definitiv mehr Frauen in politischen Ämtern. In Deutschland zum Beispiel machen Frauen knapp über die Hälfe der Bevölkerung aus und sind dennoch auf allen politischen Ebenen unterrepräsentiert.   

Der Frauenanteil im deutschen Bundestag beträgt nur knapp über 30 Prozent, auf Landesebene variiert der Anteil der politisch engagierten Frauen zwischen 41 Prozent in Thüringen bis 25 Prozent in Baden-Württemberg. Und nur 10 Prozent sind weibliche Bürger – bzw. Oberbürgermeisterinnen auf kommunaler Ebene. Erschreckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass Frauen einst fürs Mitspracherecht in der Politik auf die Straße gegangen sind.  

Doch auch innerhalb des Bundestages gibt es erhebliche Unterschiede. Der Frauenanteil in der CDU macht gerade mal 20 Prozent aus. Und nur zwei deutsche Parteien, nämlich die Grünen und die Linken, haben mehr weibliche als männliche Repräsentanten. Extrem negativ auffällig ist dabei die AfD, die gerade mal einen knapp 11%igen Frauenanteil vorweisen kann.

Betrachtet man die Zahlen der europäischen Parlamente insgesamt, so liegt Deutschland eindeutig im Mittelfeld. Spitzenreiter sind unter anderem die skandinavischen Länder Schweden und Finnland, sowie die südlichen Länder Spanien und Frankreich. Ganz unten auf der Liste rangieren die osteuropäischen Länder Bulgarien, Litauen und Ungarn.

Die Gründe für das Ungleichgewicht in der Geschlechterverteilung im deutschen Bundestag sind vielschichtig. Ein sich hartnäckig haltender Mythos ist, dass Politik immer noch Männersache sei. Frauen wird politische Kompetenz abgesprochen und uralte patriarchische Strukturen geben den Ton auf vielen Politbühnen an. Aber nicht nur das, sondern auch die immer noch bestehende Doppelbelastung der Frau angesichts Kinderbetreuung und Haushaltsführung spielt offensichtlich eine nicht untergeordnete Rolle und ist einer der Hauptgründe warum es Frauen im Allgemeinen schwerer haben in der Politik Karriere zu machen.

Die Lösung dieses Konflikts sehen viele unter anderem dadurch, dass sich Väter stärker an der Elternzeit beteiligen und ein mehr familienfreundliches Konzept im Bundestag eingeführt werden sollte. Abgesehen davon plädieren viele für eine Frauenquote innerhalb des Bundestages sowie innerhalb der Parteien. Jedoch wird dieser Lösungsansatz nicht nur positiv gesehen. Einwände wie „jeder Mensch sollte unabhängig von seinem Geschlecht nach seiner Leistung beurteilt werden“ kamen auf.

Und dennoch hat Angela Merkel es geschafft sich über 14 Jahre erfolgreich auf Bundesebene in der Politik zu halten. Viele, vor allem junge Menschen, sind mit diesem weiblichen Vorbild aufgewachsen und können sich ein Deutschland ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Angela Merkel ist ein gutes Beispiel, mutig in der politischen Landschaft voranzugehen, eine Pionierin zu sein, alte Strukturen aufzubrechen und sich unerschrocken mit weiblichem Ehrgeiz und Elan einzubringen in die große Welt der Politik.

Quelle: Redaktion

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