Aiwanger zieht Bilanz für 2018 und gibt einen Ausblick / Aiwanger: "Über 39 Millionen Gäste und 99 Millionen Übernachtungen. Bayerntourismus eilt von Rekord zu Rekord"

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Aiwanger zieht Bilanz für 2018 und gibt einen Ausblick / Aiwanger: "Über 39 Millionen Gäste und 99 Millionen Übernachtungen. Bayerntourismus eilt von Rekord zu Rekord" Hubert Aiwanger - fw-bayern.de
(BPP) Schon wieder ein Rekordjahr: Zum siebten Mal hintereinander konnte der Tourismus in Bayern sein Vorjahresergebnis verbessern. Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger: „Der Bayerntourismus eilt von Rekord zu Rekord. Mit 98,7 Millionen Übernachtungen konnte 2018 der Vorjahreswert um nochmals 4,6 Prozent gesteigert werden. Bei den Gästeankünften war es sogar ein Plus von 4,9 Prozent auf 39,1 Millionen. Die bayerischen Tourismusbetriebe unternehmen ständig Anstrengungen, den gestiegenen Ansprüchen an Komfort und Qualität immer einen Schritt voraus zu sein – mit Erfolg, wie die heutigen Zahlen beweisen. Dennoch bin ich überzeugt, dass im Tourismus noch weiteres Potenzial steckt. Dieses zu heben, ist und bleibt unser Ziel. Wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit die positive Entwicklung anhält. Denn der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er sichert Arbeit und Einkommen für bis zu 600.000 Menschen – insbesondere auch in den ländlichen Regionen.“
 
Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sieht sich durch die Zahlen bestätigt. Die Präsidentin des DEHOGA-Landesverbands Bayern, Angela Inselkammer: „Die Zahlen sind ein eindrucksvoller Beleg unserer Gastgeberqualitäten in Bayern und verdeutlichen wie wichtig die Hotellerie und Gastronomie für den Tourismus sind, denn ohne uns geht gar nichts! Ohne uns hätten Touristen kein Bett zum Schlafen. Ohne uns hätten Ausflügler keine Wirtschaft zum Einkehren. Ohne uns gäbe es keine Tagungen, Messen und Kongresse.“
 
Aiwanger will die Unterstützung für die Branche deutlich ausweiten. Die Ausgaben von derzeit 64 Millionen Euro jährlich sollen um etwa 30 Prozent steigen. Er will vor allem die Tourismuswerbung weiter ausbauen und die Digitalisierung vorantreiben, das Hotel- und Gaststättengewerbe bei seinen Investitionen finanziell unterstützen und mit einem Gaststättenmodernisierungsprogramm den schleichenden Niedergang der Dorfwirtschaften beenden: „Allein dafür stellen wir 15 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Unser Gaststätten-Modernisierungsprogramm steht in den Startlöchern und wird die bestehenden Kapazitäten im Gastronomiebereich erhalten, ausbauen und zukunftsfähig machen. Bayerische Wirtshauskultur ist ein Aushängeschild des Freistaats und ein Magnet für den Tourismus. Das Geld ist gut angelegt.“ Starten wird das Programm Mitte Mai nach Verabschiedung des Haushalts durch den Landtag. Es wird kleinere Gasthäuser außerhalb von Großstädten (unter 100.000 Einwohner) mit einem Fördersatz von bis zu 40 Prozent bei ihren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen unterstützen. Aiwanger will insbesondere den ländlichen Raum stärken, deshalb setzt er auf Urlaub in Bayern, auf die Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten. Bayern stehe für unverbrauchten Natururlaub. Auch für Einheimische gebe es noch viel zu entdecken. Aber auch der Anteil an Besuchern aus dem Ausland sei noch ausbaufähig. „Ich will, dass die Menschen nicht in den Flieger steigen müssen, sondern in Bayern Urlaub machen. Da finden sie alles!“
 
Der „Urlaub dahoam“ sei wieder modern, findet Barbara Radomski, Geschäftsführerin der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH (by.TM). „Wir merken, dass sich Wald und Natur in den letzten Jahren zu einem gesamtgesellschaftlichen Trendthema entwickelt haben, das sich auch im Tourismus wiederfindet. Das gilt für alle Zielgruppen, sei es Aktivurlauber, Erholungsurlauber und speziell auch für Familien. Als Natururlaubsland Nummer 1 der Deutschen haben wir in diesem Bereich die absolute Kompetenz“, erklärt sie. Mit einer breit angelegten Kampagne wird die by.TM deshalb in diesem Jahr das Sehnsuchtsziel Wald in den Mittelpunkt der Vermarktung des Reiselands Bayern setzen, denn „es handelt sich auch um ein aktuelles gesellschaftliches Thema. Zusammen mit unseren touristischen Partnern aus ganz Bayern und unseren traditionell anderen-Waldbotschaftern spiegeln wir 2019 den Facettenreichtum des Waldes wider, als riesiger Abenteuerspielplatz, als Lehrmeister des Lebens und als kulinarische Schatzkammer für Einheimische und Gäste“, so Radomski.
 
Auch für den Bayerischen Heilbäderverband wird das Thema Wald und Gesundheit 2019 einen Schwerpunkt bilden. Dessen Vorsitzender Klaus Holetschek: „Wir sind mit dem Jahresergebnis, mit Ankünften und Übernachtungen sehr zufrieden und haben einen stärkeren Zuwachs als im Vorjahr. Die Heilbäder und Kurorte zählen zu den Erfolgsgaranten im bayerischen Tourismus. Unter den Top 20 – Destinationen sind elf Heilbäder und Kurorte, das spricht für Qualität und Attraktivität. Wir gehen auf unserem Erfolgsweg weiter und werden mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung neue Produkte und Angebote entwickeln. Wir möchten die natürliche Ressource Wald nutzen und in Bayern Kur- und Heilwälder entwickeln, begleitet von wissenschaftlicher Erforschung. Internationalen Studien zufolge wirken sich Waldtherapien positiv auf Körper und Seele aus. Walderlebnisse hellen die psychische Stimmung auf, wecken positive Emotionen, reduzieren Stress, senken den Blutdruck und verbessern die Schlafqualität. In Bayern gibt es 2,6 Millionen Hektar Wald – ein wahrer Schatz für die Entwicklung neuer Therapie- und Präventionsangebote. Das Makroklima und die Geländestruktur des Waldes eignen sich als Therapieort bei vielen Indikationen. Beispielsweise bei Erkrankungen der Atemwege und des Bewegungsapparates sowie bei neurologischen und psychischen Erkrankungen. Selbstverständlich kann dieses Projekt nur im Einklang mit der Natur und im Einvernehmen aller Beteiligten – also mit den Waldbesitzern und den Bayerischen Staatsforsten – verwirklicht werden.“
 
Der DEHOGA Bayern fordert eine Entbürokratisierung im Hotel- und Gastgewerbe: „Die Zahlen belegen auch, wie kleinteilig unsere Branche ist und dass die kleinen Betriebe besonders schutzbedürftig sind. Es darf nicht sein, dass einem familiengeführten Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern dieselben bürokratischen Hürden auferlegt werden, wie einem Betrieb mit mehreren hundert Mitarbeitern oder gar einer Kette. Hier wünsche ich mir dringend eine Differenzierung“, so Inselkammer.
 
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

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