Welt-Autismus-Tag am 2. April / Sozialministerin Haderthauer: Mehr Verständnis und Toleranz für Menschen mit Autismus

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(BPP) „Autismus ist eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbei-tungsstörung des Gehirns, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Menschen mit Autismus haben fast immer Probleme, Beziehungen mit ihren Mitmenschen aufzubauen, soziale und emotionale Signale einzuschätzen und auszusenden. Sie haben stereotype Bewegungsmuster und vielfach Sonderinteressen. Ihre intellektuelle Begabung reicht von geistiger Behinderung bis zu überdurchschnittlicher Intelligenz. Das Spektrum der Autismus stellt Betroffene und Angehörige, aber auch Lehrer und Betreuer vor ganz besondere Herausforderungen. Eine Gesellschaft, die Inklusion leben will, muss ein Bewusstsein für die besonderen Fähigkeiten haben, die Menschen mit Autismus haben können. Wir müssen Menschen mit Autismus mehr Verständnis und Toleranz entgegen bringen!“, so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer zum morgigen Welt-Autismus-Tag.
„Menschen mit Autismus sind im lebenspraktischen Bereich, in der Kommunikation und vor allem im sozialen Zusammenleben immer auf eine fachlich kompetente und erfahrene Begleitung und Assistenz angewiesen. Ganz entscheidend ist, dass Förderung und Therapie so früh wie möglich einsetzen. Autismus-Kompetenz-Zentren leisten einen ganz wesentlichen Beitrag, Menschen mit Autismus bei der Führung eines möglichst selbstständigen, eigenverantwortlichen Lebens zu unterstützen und ihre Familien zu entlasten. Sie bieten Beratung und Unterstützung und informieren über adäquate Förderangebote. Das Sozialministerium unterstützt dies und gewährt im Rahmen der Dienste der Offenen Behindertenarbeit Zuschüsse zu den Personalkosten aus dem Landesbehindertenplan“, so Haderthauer.

Autismus-Kompetenz-Zentren in allen bayerischen Regierungsbezirken dienen den Betroffenen jeden Alters und in jeder Lebenssituation als Anlauf-, Lotsen- und Bera-tungsstellen. Sie erschließen und vernetzen die vorhandenen Versorgungsstrukturen regional und vermitteln sie möglichst niederschwellig an die Hilfesuchenden. Es geht dabei um eine möglichst frühe Diagnosestellung, um eine frühzeitige Förderung der autistischen Kinder, um die Suche nach Entlastungs-, Betreuungs- und Therapiemöglichkeiten ebenso wie um die Entwicklung von speziellen Konzeptionen zum Wohnen, Leben und Arbeiten für heranwachsende und erwachsen gewordene Menschen mit Autismus.

Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Dr. Carolin Schumacher
Pressesprecherin
Telefon: 089 1261-1577 oder -1477
Telefax: 089 1261-2078
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