Freie Wähler für individuelle Inklusionslösungen

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(BPP) "Inklusion – eine gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen müssen", betonte MdL Tanja Schweiger (Freie Wähler) beim 2. Regensburger Inklusions-Workshop, an dem sie zusammen mit ihren MdL-Kollegen Margit Wild (SPD), Sylvia Stierstorfer (CSU) und Thomas Gehring (Bündnis 90/Die Grünen) teilnahm. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Evangelischen Bildungswerk (EBW) in Kooperation mit dem Verein Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Regensburg e.V., dessen Vertreter Sascha Schneider zusammen mit EBW-Geschäftsführer Dr. Carsten Lenk die Moderation inne hatte. Zu den Themenbereichen Wohnen, Kindergarten, Schule und Ausbildung stellten sich die Abgeordneten im Wechsel den Fragen der Teilnehmer. Diese waren teilweise selbst Fachleute zum jeweiligen Thema sowie Betroffene bzw. Angehörige von Betroffenen.

Während die Meinungen der Besucher zum Fortbestand der Förderschule breit gestreut waren, bezog Tanja Schweiger eindeutig Position "pro Förderschule, und zwar als Wahlmöglichkeit, wenn im Einzelfall Inklusion nicht in Frage kommt". Ihr komme es stets auf das Wohl der Schülerin oder des Schülers an. "Wir müssen uns immer fragen, was das Beste für das Kind ist". Das gelte für sie auch für die Kindergartenjahre: "Solange es Eltern gibt, die der Unterbringung ihres behinderten Kindes im Sonderkindergarten bzw. schulvorbereitenden Einrichtung mehr abgewinnen können als einer Inklusionslösung, sollten wir ihnen die Alternative lassen". Für den Arbeitsmarkt dürften vor allem flexible Zeitmodelle geeignet sein, Menschen mit Behinderung ein Gefühl der Dazugehörigkeit zu ermöglichen. Beispielsweise kann, so die FW-Abgeordnete, "ein Jahresarbeitszeitkonto einem Arbeitnehmer mit Beeinträchtigung die Möglichkeit einräumen, während körperlicher oder psychischer Schwächephasen kürzer zu treten". Sehr individuelle Lösungen seien auch im Bereich des Wohnens anzustreben und bei Bedarf zu fördern. „Es ist doch selbstverständlich, dass auch Menschen mit Behinderung irgendwann den Wunsch haben, selbstbestimmt zu leben. Das müssen wir bei dem Angebot bzw. der Förderungen von Wohnungen auch berücksichtigen. 

Nach den vier Themenrunden lag es an den Besuchern, die Inklusionskompetenz der Abgeordneten zu bewerten. Tanja Schweiger zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Sie werde die gewonnenen Eindrücke und erhaltenen Anregungen alsbald im Kollegenkreis der FW-Landtagsfraktion diskutieren, um notwendige Impulse in das politische Handeln einfließen zu lassen. „Auf jeden Fall brauchen wir Platz für individuelle Lösungen – zu unterschiedlich sind einfach auch die Interessen und Forderungen von Betroffenen", so die Abgeordnete abschließend.

i.A. Dipl. Ing. (FH) Harald Hillebrand
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tanja Schweiger
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Tanja Schweiger
Mitglied des Bayerischen Landtags
Dipl. -Kauffrau
Büro:
Maximilianeum
81627 München

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