Antisemitismus beim Namen nennen / Beschluss der Bundesregierung zu einer Arbeitsdefinition Antisemitismus

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Antisemitismus beim Namen nennen / Beschluss der Bundesregierung zu einer Arbeitsdefinition Antisemitismus Katarina Barley - spd.de - Inga Haar
(BPP) Die Bundesregierung hat heute im Rahmen der Kabinettssitzung die von der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) verabschiedete Arbeitsdefinition von Antisemitismus zur Kenntnis genommen. Damit unterstreicht die Bundesregierung ihr Engagement bei der Bekämpfung von Antisemitismus auf nationaler und internationaler Ebene. Die Arbeitsdefinition soll insbesondere in der Schul- und Erwachsenenbildung sowie bei der Ausbildung in den Bereichen der Justiz und Exekutive berücksichtigt werden. Hierzu erklärt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „Antisemitismus muss beim Namen genannt werden. Das beste Mittel gegen Hass und Intoleranz bleibt Bildung und Mitmenschlichkeit. Ich freue mich, dass es mit der Arbeitsdefinition nun eine gemeinsame Grundlage in der Arbeit gegen Antisemitismus gibt. Das ist auch ein gutes Signal für die vielen Verbände, die sich im Bereich der Antisemitismus-Prävention engagieren. Es ist ein Fundament gelegt, das wir gemeinsam im Dialog fortentwickeln können. Nicht zuletzt verleiht dies dem Engagement der Bundesregierung in der Antisemitismusprävention zusätzlichen Nachdruck. Es ist eine wichtige Aufgabe in der kommenden Legislaturperiode, die Forderungen des Expertenkreises zum Thema Antisemitismus umzusetzen.“

Unter Anwesenheit von Botschafter Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen, sowie führenden Vertreterinnen und Vertretern der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit berichtete Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley im Rahmen eines presseöffentlichen Expertengesprächs über den Beschluss der Bundesregierung.

Im Rahmen der Veranstaltung, die im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stattfand, übergaben der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Dr. Meron Mendel, und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, Dr. Andreas Eberhardt, Bundesministerin Dr. Barley den Sammelband „Fragiler Konsens. Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft.“ Die Publikation versammelt Beiträge der Tagungsreihe „Blickwinkel. Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft", die seit dem Jahr 2017 auch durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert wird.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert im Rahmen des Bundesprogramms über „Demokratie leben!" 40 Maßnahmen und Projekte von Trägern im Feld der Antisemitismus-Prävention. Darüber hinaus befassen sich zahlreiche im Bundesprogramm geförderte Projekte mit Fragen und Ansätzen der Antisemitismus-Prävention aus einer phänomenübergreifenden Perspektive.
 
Quelle: bmfsfj.de

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