Klöckner muss für Transparenz und Hygiene sorgen

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Klöckner muss für Transparenz und Hygiene sorgen Renate Künast - Deutscher Bundestag - Achim Melde
(BPP) Zum heute veröffentlichten Foodwatch-Bericht, demnach schwere Hygienemängel in einer Tönnies-Wurstfabrik jahrelang vertuscht wurden, erklärt Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Es ist ein handfester Skandal, den Foodwatch aufgedeckt hat. Wenn sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie er jetzt veröffentlicht wurde, dann haben die bayrischen Behörden jegliches Vertrauen der Verbraucher verspielt. Dies wäre ein dreckiger Weißwurst-Filz, in den die CSU und der große Fleischkonzern Tönnies untrennbar verstrickt sind. Dieser Fall darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.

Ministerin Klöckner muss dafür sorgen, dass Behörden die Verbraucherinnen und Verbraucher über mögliche Gesundheitsgefahren aufklären. Und zwar nicht erst Wochen oder gar Monate später. Die Verbraucherinnen haben das Recht zu erfahren, welche Betriebe gesundheitsgefährdend arbeiten und wie die Mängel unverzüglich abgestellt werden.

Sie muss den Kuschelkurs mit der Wirtschaft aufgeben und sich endlich den Verbraucherinteressen zuwenden. Ihr Entwurf für das Lebensmittelgesetz schützt nur Ekelbetriebe und nicht die Verbraucherinnen. Verbraucher haben ein Recht auf Transparenz über Hygienekontrollen und zwar nicht erst bei konkreter Gesundheitsgefahr. Dass Maschinen sauber sein müssen und in die Wurst kein Dreck gehört, weiß doch jedes Kind.

Der aktuelle Fall in Bayern zeigt: Wir brauchen eine eindeutige Regelung zur Transparenz von Hygienekontrollen. Die Union mauert seit Jahren gegen eine solche Transparenzregelung. Wir brauchen ein System, das wirklich Transparenz schafft: Kennzeichnung ist das A und O. Dafür bieten sich ein Smiley-System oder das Hygienebarometer an der Restauranttür an. Wenn Klöckner Transparenz verhindert, dann schadet sie damit den Betrieben, die gut sind, und sie schadet den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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