"Wir lassen nicht zu, dass Extremisten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben" / Bundesinnenminister und muslimische Verbände treffen sich in Berlin

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"Wir lassen nicht zu, dass Extremisten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben" / Bundesinnenminister und muslimische Verbände treffen sich in Berlin Thomas de Maizière - BPA - Jesco Denzel
(BPP) Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière kam heute mit den Spitzen muslimischer Dachverbände zusammen, um in einem partnerschaftlichen Dialog gemeinsam Strategien im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen zu erarbeiten.

Muslimische Verbände ein "wichtiger Partner"

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Konflikte in Syrien und im Irak, der aktuellen terroristischen Anschläge von Paris und Istanbul sowie der Übergriffe gegenüber Muslimen und ihren Einrichtungen sind die muslimischen Verbände in Deutschland wichtiger Partner für den Erhalt unserer pluralistischen Gesellschaft. Terror und Extremismus richten sich gegen jeden Mitbürger unabhängig welchen Glaubens.

Minister de Maizière erklärt hierzu:

"Wir sind eine pluralistische und weltoffene Gesellschaft, in der Personen aller Religionen friedlich zusammen leben. Wir lassen nicht zu, dass Extremisten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben, dass unsere Werte und Menschlichkeit angegriffen werden. Ich verurteile jegliche Form der Gewalt: gegen wen auch immer und mit welcher Motivation auch immer. Für Gewalt gegen Andersgläubige und Gewalt aus vermeintlich religiösen Motiven ist in Deutschland kein Platz. Diesem Missbrauch stellen wir uns entschlossen entgegen."

Hierzu Herr Dr. Altug, Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime:

"In zwei verschiedenen Arbeitsgruppen haben wir bestehende Herausforderungen erörtert sowie gemeinsam Vorschläge für eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe der Muslime unseres Landes diskutiert. Die bisherige Arbeit stimmt mich zuversichtlich, dass wir unsere Zukunft gemeinsam sicher gestalten werden."

"Gemeinsam sicher leben"

Das Treffen reiht sich in eine bereits bestehende intensive Zusammenarbeit mit den Verbänden ein. Der Bundesinnenminister und die Spitzen der muslimischen Verbände sind sich einig, diesen Dialog - unter der Überschrift Gemeinsam sicher leben - auch künftig fortzuführen. Denn den muslimischen Verbänden und Trägern zivilgesellschaftlicher Projekte kommt für die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts eine wichtige Rolle zu.

Quelle: bmi.bund.de

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