Bewegliche Ferientage werden abgeschafft / Minister Brodkorb: Für Eltern mit mehreren Kindern bedeutet neue Regelung eine große Entlastung

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(BPP) Mecklenburg-Vorpommern schafft die beweglichen Ferientage ab. Vom Schuljahr 2017/2018 an werden an allgemein bildenden Schulen stattdessen drei zusätzliche Ferientage landesweit einheitlich festgelegt. Dies geht aus der neuen Allgemeinen Ferienverordnung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur für die Schuljahre 2017/2018 bis 2023/2024 hervor. Bildungsminister Mathias Brodkorb sieht in der neuen Regelung viele Vorteile für Eltern, Schüler und Lehrer.

„Für Eltern bedeutet die neue Regelung eine große Entlastung“, betonte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Eltern mit zwei Kindern, die verschiedene Schulen besuchen, müssen sich für die Betreuung ihrer Kinder bislang mitunter zusätzlich Urlaub nehmen, wenn die Ferientage der Schulen unterschiedlich sind. Mit der neuen Regelung ist das nicht mehr notwendig. Familien, vor allem Alleinerziehende, können endlich mehr Zeit gemeinsam verbringen, weil alle Kinder am selben Tag schulfrei haben“, sagte Brodkorb.

Einer der drei Ferientage ist als landesweiter Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem folgenden Wochenende vorgesehen. Die anderen beiden Ferientage werden um den Reformationstag am 31. Oktober gelegt. Hierdurch werden verbindliche zusätzliche Ferientage im Herbst geschaffen. Außerdem werden die Herbstferien vom Schuljahr 2017/2018 an vorgezogen und liegen immer Anfang des Monats Oktober. Dadurch verkürzt sich der Lernzeitraum vom Beginn des Schuljahres bis zu den Herbstferien, der von Eltern und Lehrern insbesondere für Erstklässler als zu lang empfunden wurde.

„Mit der neuen Regelung lässt sich auch die Inklusion besser umsetzen“, erläuterte Bildungsminister Brodkorb „Sonderpädagogen, die an verschiedenen Schulen unterrichten, haben ebenfalls drei ganze freie Tage. Es kommt also nicht mehr vor, dass sie an einer Schule unterrichten können, an der anderen aber nicht, obwohl sie sich eigentlich im Dienst befinden“, sagte der Minister. Darüber hinaus ließen sich durch eine landesweit einheitliche Regelung auch Kosten sparen. „Die Träger der Schülerbeförderung können den Schülerverkehr an jenen freien Tagen komplett einstellen, weil im ganzen Land keine Kinder und Jugendlichen zur Schule gefahren werden müssen. Allerdings hängt die Möglichkeit hierfür von den jeweiligen Regelungen zur Schülerbeförderung vor Ort ab“, so Brodkorb.

Mit der neuen Allgemeinen Ferienverordnung setzt das Land Mecklenburg-Vorpommern außerdem die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz unter Berücksichtigung der 90-Tage-Regelung um. Die KMK hat den Gesamtzeitraum für die Sommerferien weitmöglich ausgeschöpft, so dass sich ein tourismusfreundliches Bild ergibt. Die Sommerferien der 16 Bundesländer sind weitgehend entzerrt, um Staus durch den Urlaubsverkehr zu verhindern.

Katrin Schwarz
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Pressestelle
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