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"Rechtsberatung für Geflüchtete wird dringend weiter gebraucht!" / Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen PETRA BUDKE besucht das Übergangswohnheim Linthe bei Brück

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"Rechtsberatung für Geflüchtete wird dringend weiter gebraucht!" / Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen PETRA BUDKE besucht das Übergangswohnheim Linthe bei Brück Petra Budke - gruene-brandenburg.de - Grüne Brandenburg
(BPP) Als sie erfuhr, dass zwei afghanische Familien mit Kindern einen Ablehnungsbescheids ihres Asylantrags erhalten hatten, rührte Karin Luther, engagiertes Mitglied in der Willkommensinitiative "Brück hilft", umgehend die Trommel. Innerhalb kürzester Zeit organisierte sie kurz vor Weihnachten am 22.12.2016 noch ein Gespräch der Familien mit Politiker*innen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Linke. Ein Besuch in der Rechtsberatung des Diakonischen Werks in Potsdam hatte da schon erste Erfolge gezeigt, die Familien legen Rechtsmittel gegen die Bescheide ein und dürfen wohl vorerst bleiben. "Es kann nicht sein, dass in dieser Situation Familien mit Kindern nach Afghanistan abgeschoben werden", erklärte Petra Budke. "In Afghanistan herrschen Terror und Gewalt. Das Land ist nicht sicher, schon gar nicht für Frauen oder Kinder."

"Diese Beispiele zeigen, wie notwendig eine gute Rechtsberatung für die Geflüchteten ist", folgert Budke. Denn im Gespräch stellte sich heraus, dass der Vertrag des Landkreises Potsdam/Mittelmark mit dem Diakonischen Werk in Potsdam zum Jahresende ausgelaufen ist. Noch scheint unklar, wann und wie es weitergeht, frühestens wohl ab Ende April, denn ein neuer Träger muss erst noch gefunden werden. "Eine Rechtsberatung für Geflüchtete wird weiter dringend gebraucht", erklärt Budke. "Hier darf es keine Lücke geben!"

Mit Petra Budke nutzte auch Martin Wandrey, Sprecher der Grünen Jugend Brandenburg, die Gelegenheit, sich einen Einblick in die Situation der Flüchtlinge im Heim zu verschaffen. Die Bündnisgrünen brachten Obst und Spiele für die Kinder sowie eine private Spende in Höhe von 200 Euro für die Arbeit der Willkommensinitiative mit.

Das Übergangswohnheim Linthe bei Brück zählt zu den größeren Eirichtungen in Brandenburg. Hier leben über 300 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten in einem umgenutzten Bürogebäude und kleinen provisorischen Häuschen auf engem Raum zusammen. Darunter sind über siebzig Kinder aller Altersstufen, für die zum Beispiel Karin Luther jeden Samstagnachmittag Spielangebote organisiert. "Es nehmen regelmäßig zwischen fünf und fünfundzwanzig Kinder teil und wir haben viel Spaß miteinander", so die engagierte ehemalige Erzieherin. Die Integration in den umliegenden Schulen klappe sehr gut, berichtete Kathrin Piske, Sprecherin der Initiative "Brück hilft". Vor allem im Grundschulbereich setze man sehr  erfolgreich auf volle Integration von Anfang an. Aber die Integration ende mit Schulschluss, denn es gebe überhaupt keine Kita- und Hortplätze für die Flüchtlingskinder. "Das kann die Kommune nicht alleine stemmen", meint Petra Budke. "Hier sehe ich das Land in der Pflicht, zu helfen."

Quelle: gruene-brandenburg.de

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