Tag der Muttersprache: Förderung von Niedersorbisch und Niederdeutsch auf der Agenda der LINKEN

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Tag der Muttersprache: Förderung von Niedersorbisch und Niederdeutsch auf der Agenda der LINKEN Anke Schwarzenberg - landtag.brandenburg.de - Fraktion DIE LINKE
(BPP) 6.000 Sprachen werden weltweit gesprochen. Brandenburg ist zu Recht stolz darauf, dass – neben der Amtssprache Deutsch – zwei dieser Sprachen in unserem Land in besonderer Weise geachtet und geschützt werden: Niedersorbisch/Wendisch und Niederdeutsch. Wenn auch in erheblich geringerem Umfang als noch vor 100 Jahren werden beide Sprachen auch heute noch als Muttersprache von einer Generation zur nächsten Generation weitergegeben. Wegen der Brüche und Entwicklungen  in den vergangenen Jahrzehnten steht aber heute der Staat, also das Land Brandenburg in einer viel größeren Verantwortung als noch vor einigen Jahren – Brandenburg hat mit dem Witaj-Projekt vor knapp 20 Jahren die Weichen auf Revitalisierung gestellt. Daran muss sich die aktuelle Landespolitik messen lassen. Das heißt, die entscheidenden Rahmenbedingungen für den Schutz und die Weiterentwicklung beider Sprachen und ihre Vermittlung an nachwachsende Generationen müssen entwickelt werden.

Mit dem Sorben/Wenden-Gesetz ist 2014 ein Grundstein gelegt worden. Zeitgleich wurde im Schulgesetz festgeschrieben, dass „Kindern und Jugendlichen im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden, die oder deren Eltern es wünschen, […] die Möglichkeit zu geben [ist], die niedersorbische Sprache zu erlernen und in festzulegenden Fächern und Jahrgangsstufen in niedersorbischer Sprache unterrichtet zu werden.“  Diesen Rechtsanspruch gilt es in der sich jetzt in der Vorbereitung befindlichen neuen Sorben/Wenden-SchulVO auszugestalten. Der Verzicht auf die Mindestschüler*innen-Zahl für Lerngruppen in Höhe von 12 Schüler*innen ist nur eine Forderung.

DIE LINKE wird in diesem Sinne ihre Bemühungen um die Schaffung einer angemessenen Regelung, einer Verordnung, die den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft entspricht, fortsetzen – in enger Abstimmung mit den Sprecher*innen der Minderheitensprache Niedersorbisch/Wendisch und ihren Gremien und Verbänden.

Quelle: linksfraktion-brandenburg.de

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