Umweltskandal erster Güte: Bündnisgrüne fordern Aufklärung über Fischsterben in der Schwarzen Elster

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Umweltskandal erster Güte: Bündnisgrüne fordern Aufklärung über Fischsterben in der Schwarzen Elster Benjamin Raschke - gruene-fraktion-brandenburg.de - Robert Recker - privat
(BPP) Das große Fischsterben in der Schwarzen Elster ist für die Brandenburger Bündnisgrünen ein „Umweltskandal erster Güte“. Aufgrund der Einleitung von saurem Grundwasser gibt es seit Wochen ein großes Fischsterben in dem südbrandenburger Fluss. Trotz frühzeitiger Informationen durch den Landkreis Elbe-Elster handelten Landesbehörden nicht. Als Verursacher stehen die Baumaßnahmen der Erdgaspipeline Eugal in dringendem Verdacht, eine Mitschuld an der aktuellen Situation zu haben.

„Wegducken von Behörden, Agieren erst nach Schadenseintritt, hektische Sofortmaßnahmen - was aktuell an der Schwarzen Elster passiert, wächst zu einem Umweltskandal erster Güte heran“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion und Spitzenkandidat Benjamin Raschke: „Der Verursacher muss zeitnah ermittelt und zu einer Kostenübernahme verpflichtet werden.“ Zudem müsse der Fall „konsequent aufgeklärt“ werden und dürfe nicht mit Ende der Wahlperiode zu den Akten gelegt werden. Raschke kündigte an, dass der künftige Umweltminister sich ab Herbst dem Thema widmen muss. Zuvor sollte aber noch der scheidende Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) Stellung beziehen. Die Bündnisgrünen wollen den Stand der Ermittlungen mit einer parlamentarischen Anfrage an die Landesregierung sichern.

Der Handlungsdruck ist enorm. Die Grünenpolitikerin Valentine Siemon aus Bad Liebenwerda (Direktkandidatin für die Landtagswahl im Wahlkreis 37, Elbe-Elster) zeigt sich erschüttert: „Auf mehreren Kilometern ist der Fluss einfach nur tot. Wenn Landesbehörden frühzeitig informiert wurden, aber nicht handelten, ist das ein nicht zu entschuldigendes Verhalten. Aufgeklärt werden muss auch, wann der Landkreis das Land informiert hat und ob er alle seine Handlungsmöglichkeiten konsequent genutzt hat.“ Die Lausitzer Umweltexpertin der Bündnisgrünen Isabell Hiekel, Kandidatin für die Landtagswahl auf Platz 9 der Landesliste und Direktkandidatin im Wahlkreis 30, sieht auch Langzeitschäden: „Ganze Nahrungsketten wurden zerstört. Die Auswirkungen werden wir noch auf lange Zeit vor Ort zu spüren bekommen. Bis der Fluss wieder ins Lot kommt, können Monate, ja sogar Jahre vergehen.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg

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