Zum heute veröffentlichen Sozialbericht 2017 des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg erklärt die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, PETRA BUDKE

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Zum heute veröffentlichen Sozialbericht 2017 des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg erklärt die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, PETRA BUDKE Petra Budke - gruene-brandenburg.de - Grüne Brandenburg
(BPP) „Das Armutsrisiko in Brandenburg ist hoch, besonders Alleinerziehende sind mit 40,9 Prozent stark betroffen. Fast jedes fünfte Kind, nämlich 17,9 Prozent, ist arm oder von Armut bedroht. Das ist eine Schande in unserem reichen Land, denn dahinter stecken Schicksale. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg wollen den sozialen Zusammenhalt stärken, die Armut bekämpfen und für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe sorgen. Armut trifft besonders häufig Kinder sowie viele ältere Menschen. Alleinerziehende und kinderreiche Familien brauchen eine Unterstützung, die sie auch wirklich erreicht. Kindergelderhöhungen für alle nach dem Gießkannenprinzip helfen da nicht. Der Kindergeldzuschlag erreicht viele betroffene Familien nur, wenn er nicht mehr beantragt werden muss, sondern automatisch ausgezahlt wird. Um Kinder wirklich aus der Armut zu holen, brauchen wir endlich die bundesweite Kindergrundsicherung. In Brandenburg sollten wir nicht nur am "Runden Tisch" über Kinderarmut reden, sondern endlich handeln. Ein kostenfreies Mittagessen in Kita und Schule sowie ein Maßnahmenpaket für bessere Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben würde vielen betroffenen Kindern helfen. Für mehr Chancengerechtigkeit in der Zukunft sorgen wir mit guten Kitas, in denen die Erzieher*innen auch Zeit für jedes einzelne Kind haben und mit gutem Unterricht, in dem jedes Kind individuell gefördert wird.

Wir Grüne wollen eine Alterssicherung, die für alle Menschen funktioniert und in der alle solidarisch füreinander einstehen. Es kann nicht sein, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, im Alter Grundsicherung beziehen müssen. In Brandenburg leben Bürgerinnen und Bürger im Rentenalter von mehr als 65 Jahren mit einem Armutsrisiko von knapp 9 Prozent. Die im Koalitionsvertrag der neuen Großen Koalition vorgesehene Mütterrente hilft nicht gegen Altersarmut, denn sie wird auf Hartz-IV-Bezüge angerechnet. Das beste Rezept gegen Altersarmut sind Löhne, die im Alter auch eine ausreichende Rente garantieren. Wir wollen eine Garantierente gegen Altersarmut einführen, die Rentensysteme in Ost und West möglichst schnell angleichen und die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Versicherung für alle Bürgerinnen und Bürger umbauen.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg

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