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Zum Tag der Deutschen Einheit: „Wir müssen die spezifischen ostdeutschen Lebenserfahrungen mitdenken!“

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Zum Tag der Deutschen Einheit: „Wir müssen die spezifischen ostdeutschen Lebenserfahrungen mitdenken!“ Petra Budke - gruene-brandenburg.de - Grüne Brandenburg
(BPP) Zum Jahrestag der Deutschen Einheit erinnert die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Petra Budke an die Wurzeln ihrer Partei: „Keine Partei steht so sehr wie unsere für das Zusammenwachsen von Ost und West: Die politischen Umbrüche im Herbst 1989 waren auch der Beginn des Zusammenschlusses der GRÜNEN mit BÜNDNIS 90. Die westdeutsche Partei DIE GRÜNEN, mit ihren Wurzeln in den sozialen Protestbewegungen nach 1968, hat sich mit der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung verbunden, die maßgeblich zum Erfolg der friedlichen Revolution 1989 beigetragen hat. In diesem Jahr, am 19. Juni, konnten wir in Brandenburg den 25. Jahrestag unseres Zusammenschlusses von 1993 feiern. Und noch immer streiten wir für eine bessere Welt, für Klima- und Umweltschutz, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit!“
 
Keine andere Partei könne so viele Ostdeutsche in den Führungsebenen vorweisen wie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, so Petra Budke weiter. Ska Keller, die Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament, kommt aus Guben, Katrin Göring-Eckardt, bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende im Bundestag, stammt aus Thüringen, Annalena Baerbock, seit Januar 2018 die Bundesvorsitzende, kommt gebürtig aus Niedersachsen und lebt seit über zehn Jahren mit ihrer Familie in Brandenburg. Und schließlich steht an der Doppelspitze der Brandenburger Bündnisgrünen neben Petra Budke aus dem Münsterland ein junger Mann aus Eisenhüttenstadt: Clemens Rostock. „Die spezifisch ostdeutschen Lebenserfahrungen, die Brüche und Aufbrüche, gilt es in der Politik immer mitzudenken“, so Budke.
 
Zudem fordert sie, endlich gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen: „Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie lange nicht mehr, die Wirtschaft boomt, und dennoch fühlen sich viele Menschen in den neuen Bundesländern benachteiligt. Und dies ist auch verständlich: Fast 30 Jahre nach der Einheit müssen die Menschen im Osten immer noch mehr Stunden pro Woche arbeiten bei durchschnittlich 15 Prozent weniger Gehalt als im Westen. Die Angleichung der Renten dauert bis 2025. Die Ostdeutschen konnten aber keine Vermögen bilden oder sich anderweitig absichern – folglich sind die Sorgen auch größer und ist der Blick in die Zukunft düsterer als bei den westdeutschen Nachbarn. Hier müssen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ansetzen: Unser Ziel muss es bleiben, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden, um nicht den rechtspopulistischen Heilsversprechern in die Hände zu spielen. Ob aus dem Westen oder dem Osten, wir sind aus dem gleichen Grund zu BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gekommen: auf der Suche nach einer zukunftsweisenden Partei, die Freiheit, Gerechtigkeit und Ökologie verbindet.“
 
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg

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