Feldstraßenbunker: Linksfraktion fordert Baustopp

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Feldstraßenbunker: Linksfraktion fordert Baustopp Norbert Hackbusch - linksfraktion-hamburg.de - Karin Desmarowitz
(BPP) Entgegen der Versprechen, die der Senat gegeben hat, breitet sich beim umstrittenen Begrünungsprojekt des Medienbunkers in der Feldstraße Chaos aus. „Was dort passiert ist nicht nur ein städtebaulicher sondern auch ein kulturpolitischer Skandal!“ sagt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Wir haben davor gewarnt dieses wahnwitzige Bauprojekt zu genehmigen - jetzt fordern wir erneut, dass es gestoppt wird!“

Berichten von Nutzer_innen und Besucher_innen zufolge sickere Wasser durch das gesamte Gebäude, nachdem im Zuge der Bauarbeiten die Dachfläche freigelegt wurde. Im Musikclub Uebel & Gefährlich regne es auf die Bühne, an den Wänden der Hamburg School Of Musik rinne das Wasser „sturzbachartig“ die Wände runter, der Boden sei verschimmelt. Ein anderes Problem ist der Baulärm: Viele der Mieter_innen des Medienbunkers sind auf eine geräusch- und erschütterungsarme Umgebung angewiesen - so z.B. diverse Musikstudios, das Internetradio Byte FM oder die Musikschule. Seit Beginn der Bauarbeiten brechen den Mieter_innen die Einnahmen weg. Weil Parkplätze gekündigt wurden, können Kund_innen und Lieferant_innen des Musikmarktes Just Music das Gelände nicht mehr erreichen. Dem bekannten Club Terrace Hill wurde gleich ganz gekündigt, nachdem ihm 90 Prozent der Mieteinnahmen verlorengegangen waren. Hackbusch findet: „Das Projekt kann so nicht umgesetzt werden. Die Gefährdung von Betrieben wie dem Uebel & Gefährlich, diversen Tonstudios oder des Internet Radios Byte FM  und die Kündigung des Terrace Hill sind ein Schlag ins Gesicht der Hamburger Kulturlandschaft.“

Im Juli 2017 hatte die Linksfraktion die Bürgerschaft aufgefordert den „Skandal-Deal um den Feldstraßenbunker“ zu stoppen und tiefergehende Gutachten einzuholen. (Drs. 21/9806). Dementgegen drückten SPD und Grüne ihren Antrag durch, in dem in der Bauphase ein Informationsaustausch zwischen Bauleitung und ansässigen Betrieben und die Vermeidung von Beeinträchtigungen gefordert wurde (Drs. 21/9803). Nun wurden die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. „Den ansässigen Betrieben wurde ein Versprechen gegeben und jetzt müssen sie um ihre Existenz bangen“ kritisiert Norbert Hackbusch. „Wer übernimmt die Verantwortung und die Kosten, die schon jetzt im Gebäude entstanden sind? Wer entschädigt die Betriebe? Wir verlangen Antworten dazu auch vom Senat, deshalb werden wir dazu eine kleine Anfrage stellen.“

Quelle: DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

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