LINKE kritisiert verspätete Planung zum Mobilbauprogramm für die Schulen

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
LINKE kritisiert verspätete Planung zum Mobilbauprogramm für die Schulen Kristina Vogt - linksfraktion-bremen.de - DiG - Plus
(BPP) Wie am Wochenende bekannt wurde, plant der Senat für das kommende Schuljahr ein weiteres Sofortprogramm mit Mobilbauten für die Schulen in Bremen. Laut Presseberichten sollen 10,6 Millionen Euro zusätzlich im nächsten Jahr ausgegeben werden, alle Details sind aber noch nicht bekannt.

Kristina Vogt, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, zeigt sich über die späte Vorlage des Programms verwundert: „Der Senat hat offensichtlich nichts aus dem Planungsdesaster des letzten Jahres rund um das Gymnasium Horn gelernt. Wieder wird sehr spät Schulen mitgeteilt, dass sie auf einmal neue Klassen mit neuen Mobilbauten aufnehmen müssen. Wieder wird Schulen einfach mitgeteilt, dass sie zusätzliche Inklusionsaufgaben im aufwendigen Bereich der Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung übernehmen sollen, ohne vorher die Raum- und Personalressourcen zu klären. Natürlich ist es richtig, dass neue Kapazitäten geschaffen werden und dass jedes Kind einen Platz bekommt. Aber wie diese Kapazitäten geplant werden, ist jedes Jahr aufs Neue ein Unding. Der Senat läuft weiterhin den Entwicklungen nur hinterher.“
Vogt hat auch ganz konkrete Vorschläge, was sich im Planungsprozess ändern muss: „Vor allem müssen die entsprechenden Abteilungen bei der Bildungsbehörde und bei Immobilien Bremen endlich personell gestärkt werden. Aufgrund der Sparvorgaben durch das Finanzressort tut sich dort seit Jahren gar nichts. Es kann nicht funktionieren, wenn die gleichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter parallel sowohl die langfristige Planung für ein massives Schulbauprogramm als auch die kurzfristige Jahresplanung übernehmen sollen. Außerdem stimmen die Kommunikationsabläufe zwischen diesen beiden Einrichtungen einfach nicht, das merken die Schulen immer wieder auf den Baustellen. Wir fordern auch deswegen, dass eine eigene Schulbauabteilung beziehungsweise eine eigene Gesellschaft gegründet werden muss, in der das Know-How für diese spezielle Art des öffentlichen Bauens gebündelt wird.“

Verärgert ist Vogt darüber, dass die Bildungsdeputation nicht über die anstehenden Baumaßnahmen informiert wurde: „Ich habe vor zwei Wochen in der Deputation ganz konkret nachgefragt, ob zum kommenden Schuljahr zusätzliche Mobilbauten erforderlich sind. Da wurde geantwortet, dass alle neuen Klassen im Bestand untergebracht werden können. Jetzt wissen wir, dass uns die Bildungsbehörde einfach nicht die Wahrheit gesagt hat. Dass Abgeordnete dermaßen falsch informiert werden, ist eine Unverschämtheit.“

Quelle: Referent der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesPressePortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.