Für eine demokratischere, sozialere, inklusivere Lehrerbildung

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Für eine demokratischere, sozialere, inklusivere Lehrerbildung Sabine Boeddinghaus - linksfraktion-hamburg.de - Karin Desmarowitz
(BPP) Der Senat will die Reform der Lehrerbildung in Hamburg fortschreiben – mit einem Zusatzantrag (Drs. 21/12789) fordert die Fraktion DIE LINKE heute in der Hamburgischen Bürgerschaft eine einheitliche grundständige Ausbildung in der Bachelorphase, die auf jede Lehrtätigkeit vorbereitet. „Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung des Senats, zumindest ein gemeinsames und einheitliches Lehramt für die Sekundarstufe I an Gymnasien und Stadtteilschulen umsetzen zu wollen“, sagte in der Debatte Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. „Allerdings muss die Ausbildung der Gymnasiallehrkräfte noch verbessert werden, um den hohen Anforderungen an Heterogenität und inklusive Bildung gerecht zu werden. Nur dann kann auch der Stadtteilschulbildungsgang an Attraktivität und Qualität gewinnen. Das Geschrei von FDP und CDU über einen angeblichen Einheitsschullehrer ist völlig unangemessen und entlarvt deren Plan, die Stadtteilschulen auf den ersten (ESA) und mittleren Schulabschluss (MSA) zu degradieren. Wenn sie die Gleichwertigkeit der beiden Bildungsgänge, die beide zum Abitur führen, so in Frage stellen, ist ihr heiß begehrter Schulfrieden obsolet.“

Mit ihrem Antrag auf einheitliche Grundausbildung für alle Lehrkräfte will die Fraktion einer demokratischen, sozialen und inklusiven Bildungspolitik näher kommen. „In einer zweiten Phase im Masterstudium sollen vertiefende Module anschließen, die einen individuellen Schwerpunkt erlauben: Ein inklusives Lehramt an Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien oder in Sonderpädagogik beziehungsweise für berufsbildende Schulen“, erläutert der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Martin Dolzer. „Wichtig ist uns auch, dass jede_r Bachelor-Studierende auch einen Masterstudienplatz bekommt. Zudem fordern wir gleichen Lohn für alle Lehrkräfte nach A13, unabhängig von der unterrichteten Schulform.“

Um die Theorie-Praxis Verzahnung zu verbessern und die zukünftigen Lehrer_innen angemessen auf ihre Tätigkeit vorzubereiten, plädiert die Fraktion zudem für frühe Praxisphasen mit möglichst freier Wahl der
Praktikums- und Ausbildungsschulen.

Quelle: DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesPressePortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.