Messe: Lebendiges Quartier statt leerer Hallen

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Messe: Lebendiges Quartier statt leerer Hallen Heike Sudmann - linksfraktion-hamburg.de - Karin Desmarowitz
(BPP) Seit 2014 stehen die Messehallen in der Regel mehr als die Hälfte des Jahres leer und werden nicht für Veranstaltungen genutzt – das hatte kürzlich eine Anfrage (Drs. 21/17251) der Fraktion DIE LINKE ergeben. Trotzdem hat die Messe letzte Woche verkündet, dass sie weiterhin Erweiterungsbedarf sehe und eine zusätzliche Halle brauche. „In ganz Hamburg wird Platz für Wohnungsbau gesucht, werden auch wertvolle Grünflächen zugebaut“, stellt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Heike Sudmann fest. „Aber mitten in der Stadt stehen die Messehallen auf einer Riesenfläche meist leer. Das passt doch nicht zusammen.“

Die Hamburg Messe spielt nicht in der ersten Liga in Deutschland: Sie steht auf Platz 10. Anders als die anderen Standorte liegt sie mitten in der Stadt. Ihre Verluste sind teilweise doppelt so hoch wie 2003 vom CDU-Senat für den schlechtesten Fall eingeplant. „Die Zeit für eine Verlagerung der Messe ist überreif“, so Sudmann. „Alternative Standorte müssen gesucht werden, auch im Hafengebiet. Dann kann und soll auf dem bisherigen Gelände ein lebendiges gemischtes Quartier mit dauerhaft preisgünstigen Wohnungen entstehen. Teure Luxuswohnungen gibt es in den umliegenden Stadtteilen eh zu viele.“ Mit einem Antrag an die Hamburgische Bürgerschaft wird DIE LINKE den Senat auffordern, sowohl die Planung für die Messeverlagerung als auch für ein neues Quartier mit breiter Beteiligung einzuleiten.

Auch für das Gelände des Fleischgroßmarkts muss eine Entwicklungsperspektive aufgezeigt werden, die unter anderem den Erhalt vor allem auch gering qualifizierter Arbeitsplätze mitten in der Stadt, eine mögliche Mischung von Arbeiten und langfristig preisgünstigen Wohnungen sowie eine Öffnung zum Stadtteil hin beinhaltet. In den Perspektiven- und Planungsprozess müssten sowohl die derzeitigen Nutzer_innen des Fleischgroßmarkts als auch die Bewohner_innen der angrenzenden Stadtviertel einbezogen werden.

Quelle: DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

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