Studie belegt: Banken erheben zu hohe Dispozinsen / Verbraucher sollten ihren Kreditbedarf kritisch hinterfragen

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(BPP) Das Bundesverbraucherschutzministerium hat jetzt die von den Ländern lang erwartete Studie zu Dispozinsen und Ratenkrediten vorgelegt. Demnach übersteigen die Erträge aus dem Dispokreditgeschäft deutlich die Kosten, die den Kreditinstituten daraus entstehen. Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks spricht sich klar für eine gesetzliche Deckelung von Dispozinsen aus.

„Staatlich verordnete Transparenz zur Schaffung fairer Konditionen, wie sie Ministerin Aigner von den Banken und Sparkassen fordert, ist nötig, genügt aber nicht“, so Verbraucherschutzsenatorin Prüfer-Storcks. „Es kann nicht sein, dass Kreditinstitute am Markt zu günstigen Konditionen Geld erhalten, ihrerseits aber bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Dispokrediten unverhältnismäßig abkassieren. Deshalb halte ich eine gesetzliche Begrenzung der Differenz zwischen Disposzins und Beschaffungszinssatz der Banken für notwendig. Hamburg wird sich dafür in der Verbraucherschutzministerkonferenz im September einsetzen.“

Bei Kontoüberziehungen werden durchschnittlich elf bis zwölf Prozent Zinsen erhoben, obgleich die Geldbeschaffungskosten aktuell unter einem Prozent liegen. Die hohen Zinsen lassen sich weder durch hohe Ausfallquoten, noch durch einen steigenden Verwaltungsaufwand rechtfertigen.

Doch nicht nur die Kreditinstitute sieht Senatorin Prüfer-Storcks in der Pflicht: „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten selbstkritisch prüfen, über welchen Zeitraum sie einen Kredit benötigen. Denn statt teurer Überziehungszinsen kann ein Konsumkredit mit besseren Konditionen eine deutlich günstigere Alternative sein. “

Rückfragen der Medien:
Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Rico Schmidt; Tel.: 428 37-2332
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Internet: www.hamburg.de/bgv

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