Welttag der Suizidprävention: Lebensmut stärken und Tabus abbauen

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Welttag der Suizidprävention: Lebensmut stärken und Tabus abbauen Christiane Bloemeke - Grüne Bürgerschaftsfraktion Hamburg
(BPP) Rund 10.000 Todesfälle im Jahr sind deutschlandweit auf einen Suizid zurückzuführen. Im Jahr 2017 haben sich allein in Hamburg 219 Menschen das Leben genommen (158 Männer und 61 Frauen). Der Welttag der Suizidprävention ist ein Tag des Gedenkens an die durch Suizid Verstorbenen und ein Anlass, die Suizidprävention in den Vordergrund zu stellen. An diesem Tag werden – unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit – weltweit Gottesdienste und Veranstaltungen zum Thema Suizid durchgeführt.

Dazu Christiane Blömeke, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Menschen, die keinen Lebensmut mehr verspüren, leiden zu einem sehr großen Anteil unter psychischen Erkrankungen. Leider wird dies noch häufig zu spät erkannt und eine möglicherweise lebensrettende Behandlung bleibt aus. Menschen mit suizidalen Gedanken brauchen frühzeitig professionelle therapeutische Hilfe. Sie brauchen aber auch eine Gesellschaft, die hinschaut, anspricht und ermutigt, Hilfe anzunehmen. Nur wenn wir nicht tabuisieren, sondern das Thema Suizid in das öffentliche Bewusstsein rücken, schaffen wir ein Klima, in dem Betroffene, aber auch Angehörige, Freundinnen, Freunde und Hinterbliebene gestärkt werden können. Der Welttag der Suizidprävention leistet dazu einen großen Beitrag.“

Hintergrund:
Um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen, wird alljährlich der Welttag der Suizidprävention veranstaltet. Der Welttag der Suizidprävention wurde von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO das erste Mal für den 10. September 2003 ausgerufen. Anlässlich des Weltsuizidtages findet am Dienstag, den 10. September 2019 um 18 Uhr, ein Gottesdienst für alle von Suizid betroffenen Angehörigen und Freunde in der Hauptkirche St. Jacobi Hamburg statt. Im Rahmen des Gottesdienstes und bei anschließenden Gesprächen stehen kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung, um auch mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die Hilfe benötigen und sich mit suizidalen Gedanken tragen. Der Gottesdienst wird von Hamburger Selbsthilfegruppen und der Kirche gemeinsam gestaltet.

Quelle: GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg

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