Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank gescheitert: Besser so…

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Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank gescheitert: Besser so… Jan Schalauske - linksfraktion-hessen.de
(BPP) Die Deutsche Bank und die Commerzbank haben einer Fusion der beiden Geldhäuser eine Absage erteilt. Nach gründlicher Prüfung seien die Vorstände zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde, teilten die Institute mit. Dazu erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das Scheitern der Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist eine Ohrfeige für die Bundesregierung und insbesondere für Finanzminister Olaf Scholz. Diese haben die fragwürdige Zwangsvereinigung allen Warnungen zum Trotz vorangetrieben.  Eine solche Fusion hätte keinen realwirtschaftlichen Nutzen gehabt, aber große Gefahren für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bedeutet. Denn diese hätten im Fall eines Crashs zur Haftung herangezogen werden können.“  

Lediglich für große Finanzinvestoren wäre der Zusammenschluss lukrativ gewesen, so Schalauske. Für die Beschäftigten der beiden Bankhäuser hätte eine Fusion vor allem eines beutetet: Arbeitsplatzabbau.

„Statt irrwitzige Pläne zu schmieden, sollte die Bundesregierung besser Maßnahmen ergreifen, die Deutsche Bank aufzuspalten und das schädliche Investmentgeschäft abzuwickeln. Wir brauchen weniger Zockerbuden und mehr sinnvolle Kreditwirtschaft, die die Menschen und Unternehmen im Land mit Krediten und Zahlungsdienstleistungen versorgt. Hier spielen für DIE LINKE die Sparkassen und Genossenschaftsbanken eine Schlüsselrolle.

Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie zukünftig das Interesse des Landes Hessen an einem stabilen Bankensystem am Finanzplatz Frankfurt deutlich ausdrückt und auch gegenüber dem Bundesfinanzminister vertritt.”

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag

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