Islamischen Religionsunterricht breiter aufstellen

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Islamischen Religionsunterricht breiter aufstellen Gabi Faulhaber - linksfraktion-hessen.de - Foto Hanna Hoeft
(BPP) Anlässlich der jüngsten Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an das Land Hessen, die Kooperation mit dem Moscheeverband DITIB beim islamischen Religionsunterricht lösen, erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Dass Hessen lediglich zwei muslimische Verbände als Partner für den Religionsunterricht ausgewählt hatte, stellte von Beginn der Kooperation an eine unangebrachte Fokussierung dar. Mit der aktuellen Praxis der Kooperation, die lediglich mit DITIB und der Ahmadiyya Muslim Jamaat eingegangen wurde, ist nur ein begrenzter Teil der in Hessen lebenden Muslime angesprochen, während viele andere Gemeinschaften ausgeschlossen sind.“

Es sei selbstverständlich, dass die Religionsfreiheit garantiert werden müsse. Und solange bekenntnisorientierter Religionsunterricht an den Schulen stattfinde, sei auch eine breitere Beteiligung muslimischer Verbände erforderlich, so Faulhaber.

Für DIE LINKE stehe zudem fest, dass die Zusammenarbeit mit DITIB aufgekündigt werden muss. Solange DITIB der türkischen Politik unterstellt sei und in einem Moscheeverband dann sogar kriegsverherrlichende und die Demokratie untergrabende Propaganda gepredigt werde, könne dieser kein Partner in der hessischen Bildungspolitik sein.

„Andere Bundesländer machen bereits seit Jahren vor, wie es besser geht. Es ist unabdingbar, dass Kooperationspartner gefunden werden, die die Breite der muslimischen Glaubensgemeinschaften repräsentieren.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag

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