Zahl der Einkommensmillionäre steigt kräftig / DIE LINKE fordert: Reichtum endlich gerechter besteuern

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Zahl der Einkommensmillionäre steigt kräftig / DIE LINKE fordert: Reichtum endlich gerechter besteuern Jan Schalauske - linksfraktion-hessen.de
(BPP) Nach Auskunft des Statistischen Landesamts gibt es in Hessen immer mehr Einkommensmillionäre. Demnach stieg die Zahl der Großverdiener deutlich um 13,4 Prozent und beim Gesamtbetrag der Einkünfte gab es einen beachtlichen Anstieg um 9,9 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro – siehe Artikel ‚Die Hotspots der Superreichen: Hochtaunus und Lahn-Dill‘ auf hessenschau.de. Dazu erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die soziale Ungleichheit in Hessen nimmt dramatisch zu. Waren es im Bezugsjahr 2014 noch 1.655 Einkommensmillionäre (Stichtag 1/2016) - wie eine Kleine Anfrage der LINKEN im Mai dieses Jahres zu Tage brachte -, sollen es 2015 nach Angaben des statistischen Landesamts bereits 1.842 Menschen gewesen sein, die 4,8 Milliarden Euro an Einkommen ihr Eigen nennen durften. Diese Zahlen verdeutlichen einen saftigen Anstieg des privaten Reichtums in Hessen.“

Dabei stünden diese statistisch noch vergleichsweise gut erfassten Einkommensmillionäre nur für einen kleinen Teil des privaten Reichtums. Große Vermögen seien an dieser Stelle noch gar nicht erfasst, so Schalauske.

„Für DIE LINKE ist klar: Geld gibt es in Hessen genug, es ist nur sehr ungleich verteilt. Um privaten Reichtum gerechter zu besteuern, sind daher ein Spitzensteuersatz wie zu Helmut Kohls Zeiten in Höhe von 53 Prozent und die Wiedereinführung der Vermögensteuer dringend notwendig.

In der Debatte um Einkommensteuermillionäre darf nicht vergessen werden: Armut und Reichtum sind zwei Seiten derselben Medaille. Während einkommensarme Menschen allzu oft im Fokus öffentlicher Debatten stehen und sich regelmäßig dem Misstrauen von Ämtern und Behörden ausgesetzt sehen, bleibt die Gruppe der besonders Wohlhabenden allzu oft im Verborgenen. Das muss geändert werden, unter anderem durch eine systematische Erfassung von Vermögen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag

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