Berger: Inklusion - Landtag soll Katze im Sack kaufen

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Berger: Inklusion - Landtag soll Katze im Sack kaufen Ulrike Berger - Landtagsfraktion BÜNDNIS 90 - DIE GRÜNEN - Silke Winkler
(BPP) Im heutigen Bildungsausschuss des Landtags blieben der Bildungsminister, aber auch die den Inklusionsfrieden tragenden Fraktionen (SPD, CDU und LINKE) Antworten zur konkreten Umsetzung der inklusiven Beschulung schuldig. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion, Ulrike Berger:

"Im Rahmen der öffentlichen Anhörung wurden von Seiten der Sachverständigen viele Fragen aufgeworfen, wie denn die Inklusion an den Schulen des Landes konkret umgesetzt werden soll. Etwa: Zu wann sollen die Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen aufgelöst werden? Welche Auswirkungen hat das auf die Schulentwicklungspläne, die derzeit von den Landkreisen erarbeitet werden beziehungsweise gerade abgeschlossen wurden? Welche Auswirkungen hat das auf die Schulen im städtischen Raum, die auch jetzt schon am Ende ihrer Aufnahmekapazitäten stehen?

Auf diese und andere Fragen wusste der dafür zuständige Minister heute keine Antwort und kündigte an, diese Fragen erst nach der Beschlussfassung im Landtag bewegen zu wollen. Dabei ließ er sogar im Unklaren, ob er diese Entscheidung noch in dieser Legislaturperiode treffen werde.

Wenn also der Landtag in seiner Aprilsitzung über die Inklusionsstrategie der Landesregierung entscheiden soll, kauft er die Katze im Sack. Von einem Bildungsminister erwarte ich, dass er nach vier Jahren Diskussion konkrete Vorstellungen entwickelt hat, auf welche Art und Weise und wann M-V den Weg zu einem inklusiven Bildungssystem beschreiten wird. Das ist er den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und den Kommunen als Schulträger schuldig. Bildungsoffensive geht anders."

Quelle: gruene-fraktion-mv.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesPressePortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.