Mehr Sicherheit und Transparenz bei Atommüll-Transporten!

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Mehr Sicherheit und Transparenz bei Atommüll-Transporten!

(BPP) Die GRÜNEN in MV rufen zur Beteiligung an der für Samstag (02.06.2012) in Greifswald geplanten Kundgebung des Anti-Atom-Bündnisses Nord-Ost gegen den aktuellen Atommüll-Schiffstransport nach Lubmin auf.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Proteste gegen den Atommüll-Schiffstransport, der am Montag in Lubmin erwartet wird. Die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kerstin Felgner, hat landesweit zur Beteiligung an der für Samstag (02.06.2012) in Greifswald geplanten Kundgebung des Anti-Atom-Bündnisses Nord-Ost aufgerufen:

"Wie viele andere Menschen in diesem Land werde auch ich am Samstag in Greifswald für mehr Sicherheit und Transparenz im Umgang mit Atommüll auf die Straße gehen", sagte Felgner am Donnerstag in Güstrow. "Ich appelliere an alle, denen unsere Zukunft und der Schutz unserer Umwelt am Herzen liegt: Schließen Sie sich uns an!"

"Wir brauchen eine ehrliche und offene Diskussion über den Umgang mit Atommüll. Sie darf die Risiken der Entsorgung weder kleinreden noch verschleiern", fordert Felgner. "Nach unserem Kenntnisstand sind die an der Transportroute gelegenen Gemeinden im Bereich des Stettiner Haffs und der Insel Usedom nicht offiziell informiert bzw. über eventuelle Sicherheitsrisiken aufgeklärt worden."

"Wir fordern, dass die mit Atommüll-Transporten auf Wasserstraßen verbundenen Risiken offen gelegt und mit den betroffenen Kommunen diskutiert werden", sagt Felgner. "Die Kommunen müssen über Gefahrenpotenziale - insbesondere  über die konkrete Strahlenbelastung - informiert werden. Darüber hinaus braucht es Katastrophenschutzpläne für den Fall einer Havarie sowie eine bessere Kennzeichnung und Sicherung der Transporte."

"Wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind außerdem strikt dagegen, dass Lubmin zum billigen Müllabladeplatz für deutsche AKW-Betreiber wird. Vielmehr müssen die Endlagersuche entschlossen vorangetrieben und Atommüll-Transporte weitgehend vermieden werden. Denkbar wäre zum Beispiel, dass bis zum Vorhandensein eines Endlagers strahlender Müll direkt am AKW-Standort zwischengelagert wird", meint Felgner.

Das Atommüll-Zugschiff "Edo" und das Schubschiff "Lastdrager 40" werden am Montag (04.06.2012) in Lubmin erwartet. Sie werden zuvor eine Gesamtstrecke von gut 1.500 Kilometern u.a. auf Rhein, Mittellandkanal, Oder und dem Peenestrom zurückgelegt haben. Die Schiffe transportieren Dampferzeuger und Pumpen aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim. Sie sollen in Lubmin zerlegt und – soweit möglich - gereinigt werden.

Das Anti-Atom-Bündnis Nord-Ost hat für Samstag, den 2. Juni 2012, zu einer Kundgebung gegen den Atommüll-Schiffstransport nach Lubmin aufgerufen. Die Demonstration unter dem Motto "Sicherheit bleibt auf der Strecke" findet ab 12 Uhr auf dem Fischmarkt der Hansestadt Greifswald statt.

Aktuelle Informationen zu Schiffstransport und Kundgebung:
www.lubmin-nixda.de

Quelle: gruene-mv.de
Bild-Quelle: gruene-mv.de

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