Schwarz: Angesichts des Ärztemangels im ländlichen Raum droht Versorgungsnotstand – Landarztquote weiter diskutieren

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Schwarz: Angesichts des Ärztemangels im ländlichen Raum droht Versorgungsnotstand – Landarztquote weiter diskutieren Uwe Schwarz - SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
(BPP) Mit einem gemeinsamen Entschließungsantrag haben die Fraktionen von SPD und CDU am Donnerstag im Plenum des Niedersächsischen Landtags auf das Problem der mangelnden hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum aufmerksam gemacht und konkrete Maßnahmen für eine verbesserte Versorgung auf den Weg gebracht.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Schwarz, erklärt dazu: „Obwohl wir heute in Deutschland so viele ausgebildete Ärztinnen und Ärzte wie noch nie haben, fehlen im ländlichen Raum niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte. Aktuell sind in Niedersachsen bereits 365 von insgesamt rund 5.100 Hausarztsitzen unbesetzt. In den nächsten 10 Jahren werden mehr als 1.000 weitere Hausarztstellen altersbedingt frei werden. Wenn wir also heute nicht handeln, steuern wir im ländlichen Raum sehenden Auges auf einen Versorgungsnotstand zu.“

Der Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen sieht deshalb eine Reihe von Maßnahmen wie die Einrichtung von zusätzlichen Studienplätzen im Fachbereich Medizin, die Unterstützung der Einrichtung von Behandlungseinrichtungen, in denen Arbeitsmöglichkeiten für junge Medizinerinnen und Mediziner geschaffen werden sowie eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten vor.

Der SPD-Gesundheitsexperte Uwe Schwarz weist darauf hin, dass darüber hinaus die Einführung einer Landarztquote diskutiert werden muss: „Angesichts des sich verschärfenden Ärztemangels im ländlichen Raum sollten wir die Nutzung dieses Instrumentes eingehend prüfen. Die Landarztquote ist sicher kein Allheilmittel. Wir sind uns aber mit den kommunalen Spitzenverbänden einig, dass wir jede Chance nutzen müssen, die sich bietet, um die Versorgungslage mittel- und langfristig zu verbessern.“

Quelle: SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

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