Wahl zum Parteivorsitz: Niedersächsische SPD pocht auf fairen Umgang vor der Stichwahl

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Wahl zum Parteivorsitz: Niedersächsische SPD pocht auf fairen Umgang vor der Stichwahl Stephan Weil - stephanweil.de - Susie Knoll
(BPP) Die niedersächsische SPD wird vor den Stichwahlen zum Parteivorsitz keine konkrete Empfehlung aussprechen. Darauf haben sich der Landesverband und die vier Bezirke in einer Telefonkonferenz verständigt. „Das ist jetzt ganz und gar Sache der Mitglieder“, begründete der Landesvorsitzende Stephan Weil diese Haltung. Selbstverständlich gebe es auch in der niedersächsischen SPD unterschiedliche Meinungen darüber, welches der noch zu Wahl stehenden beiden Paare bevorzugt werde. Das werde sicherlich auch in persönlichen Äußerungen zum Ausdruck kommen.

Die jetzt anstehende Entscheidung berge erkennbar das Risiko einer Zuspitzung der innerparteilichen Diskussion, so die Erklärung des Landesverbands. Gerade vor diesem Hintergrund hatte die niedersächsische SPD mit Petra Köpping und Boris Pistorius einen Vorschlag unterbreitet, der als Angebot an die gesamte Partei zu verstehen war. Der Landesverband hat sich bei Petra Köpping und Boris Pistorius herzlich für ihr Engagement in den letzten Wochen bedankt, das letztlich leider nicht auf die notwendige Zustimmung gestoßen ist.

In der nunmehr eingetretenen Lage legt die niedersächsische SPD größten Wert darauf, dass die Kandidatinnen und Kandidaten, aber auch das jeweilige Umfeld einen fairen und solidarischen Umgang miteinander pflegen. Ebenso wenig dürfe die anstehende Entscheidung auf die Zukunft der Großen Koalition in Berlin verengt werden. In dieser Hinsicht gebe es klare Vereinbarungen, dass darüber abschließend ein Bundesparteitag zu befinden haben wird. Es handele sich dabei erkennbar auch nicht um die Frage, die sich derzeit den Mitgliedern besonders dringlich stellt.

Die niedersächsische SPD wird die nächsten Wochen vor allem dazu nutzen, für eine breite Beteiligung bei den Stichwahlen zu werben. „Die Entscheidung über den Parteivorsitz kann für die SPD eine große Chance sein. Voraussetzung dafür ist, dass alle Beteiligten in den nächsten Wochen Verantwortungsbewusstsein zeigen und anschließend die Entscheidung der Mitglieder in vollem Umfang akzeptieren“, so Stephan Weil abschließend.

Quelle: SPD Landesverband Niedersachsen

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