Wernstedt bedient beleidigende Vorurteile gegen Lehrer / CDU-Generalsekretär Ulf Thiele nimmt Lehrerschaft vor Kritik in Schutz

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(BPP) Auf deutlichen Widerspruch stößt der frühere SPD-Kultusminister Wernstedt mit seiner These, der Lehrerschaft fehle es im Umgang mit Kritik an Erfahrung, bei CDU-Generalsekretär Ulf Thiele. In einem Interview, das am Freitag in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschienen ist, hatte Wernstedt den Pädagogen ein "selbstreferenzielles negatives Befindlichkeitssyndrom" und der Gymnasiallehrerschaft eine "schwere narzisstische Kränkung" attestiert. Ulf Thiele weist dies in einer Pressemitteilung der Landes-CDU als "pseudowissenschaftlichen Versuch eines gescheiterten Bildungspolitikers" zurück, "den berechtigten Protest von Lehrern, Eltern und Schülern gegen die Politik der rot-grünen Landesregierung kleinzureden."

"Wernstedts verunglücktes Psychochogramm der Lehrerschaft hat offensichtlich das Ziel, beleidigende und falsche Vorurteile gegen unsere Pädagogen zu bedienen. Von der sicheren Altersversorgung über Kritikunfähigkeit bis hin zur Protesthanselei findet sich in diesem Interview fast alles wieder, was in unserer Gesellschaft den Beruf des Lehrers seit Jahrzehnten diskreditiert", kritisiert Ulf Thiele den früheren SPD-Kultusminister. Dessen Attacke auf die Lehrerschaft diene ausschließlich parteipolitischen Zielen. "Die Motivation Wernstedts, seiner mehr als unglücklich wirkenden Parteifreundin, Kultusministerin Heiligenstadt, helfend beizuspringen, lässt das Interview regelrecht peinlich erscheinen und macht sein Urteil über unsere Lehrer völlig unglaubwürdig. Die Proteste gegen die rot-grüne Bildungspolitik haben offenbar ein solches Ausmaß angenommen, dass sie für Wernstedts Partei zu einem handfesten politischen Problem werden", so Ulf Thiele.

Der CDU-Generalsekretär, selbst Mitglied des Kultusausschusses des Niedersächsischen Landtages, empfiehlt dem früheren Kultusminister, er möge sich "vor weiteren öffentlichen Äußerungen zur Bildungspolitik mit der heutigen Lebenswirklichkeit der Lehrerschaft vertraut machen. Sowohl innerhalb des Systems Schule und durch die Landesschulbehörde sowie von Seiten einer selbstbewussten und kritischen Elternschaft und von den Schülervertretungen wird die Arbeit unserer Lehrer heute ständig kritisch hinterfragt. Es gehört zu deren Arbeit, damit konstruktiv und selbstbewusst umzugehen." Zudem seien die Schulen neben ihrer zentralen Aufgabe der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen mehr denn je mit sozialpädagogischen Aufgaben befasst. "Mit der Schule zu Wernstedts Zeit ist die Arbeit der Lehrer heutzutage nicht ansatzweise vergleichbar", stellt Ulf Thiele fest und schreibt dem früheren SPD-Kultusminister ins Stammbuch: "Hätte er geschwiegen, wäre er ein Philosoph gewesen. Mit diesem Interview hat er sich jedoch zum bildungspolitischen Leichtgewicht degradiert."
 
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