Kinder- und Jugendschutz / Hafke: Jeder Fall ist ein Fall zu viel – Jugendamtsstrukturen ergebnisoffen überprüfen

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Kinder- und Jugendschutz / Hafke: Jeder Fall ist ein Fall zu viel – Jugendamtsstrukturen ergebnisoffen überprüfen Marcel Hafke - FDP-Landtagsfraktion NRW
(BPP) Der Landtag hat sich auf Antrag der Fraktionen von FDP, CDU, SPD und Grünen mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch befasst. Marcel Hafke, familienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, dazu: „Jeder Fall von Missbrauch ist ein Fall zu viel. Zum Wohle der Kinder müssen wir alle Kräfte bündeln und bislang Versäumtes aufarbeiten.“

„Was wir über die Vorfälle auf dem Campingplatz in Lügde bisher wissen, ist erschütternd. Besonders erschreckend ist es, wie perfide sich der Täter offenbar nicht nur das Vertrauen seiner späteren Opfer, sondern auch von Familien und wohl auch von Behördenmitarbeitern erschlichen hat und auf diese Weise wohl über Jahre sein Unwesen treiben konnte. Wir schulden es den Opfern und ihren Familien, dass die Umstände des Missbrauchs lückenlos und gewissenhaft aufgeklärt werden.

Wir dürfen angesichts dieser fürchterlichen Taten nicht in politischen Aktionismus verfallen. Auch für parteipolitische Geländegewinne darf das Leid der Opfer nicht benutzt werden. Das gebührt allein schon der Respekt. Angesichts der ersten gewonnen Erkenntnisse, ist es allerdings Aufgabe der Landespolitik, die bestehenden Schutzmaßnahmen und Behördenstrukturen zu überprüfen.

Allein in NRW gibt es 186 Jugendämter, in denen wertvolle Arbeit geleistet wird. Diese Dezentralität darf kein Nachteil für den Schutz von Kindern und Jugendlichen sein. Wir müssen sicher sein können, dass es für den Kinderschutz keinen Unterschied macht, in welcher Stadt oder welchem Landkreis Kinder aufwachsen und dass sich Täter nicht zwischen den Strukturen und Behördenzuständigkeiten verstecken können. Unseren Antrag möchten wir mit Sachverständigen in einer Anhörung, diskutieren, um Expertise und Praxiserfahrungen zu bündeln und in politisches Handeln zu übersetzen. Zum Wohle der Kinder müssen wir jetzt alle an einem Strang ziehen.“

Quelle: FDP-Landtagsfraktion NRW

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