60 Jahre Synagoge Trier / Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Herausragendes Ereignis in der Trierer Stadtgeschichte

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60 Jahre Synagoge Trier / Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Herausragendes Ereignis in der Trierer Stadtgeschichte Malu Dreyer - media.rlp.de - Staatskanzlei - Elisa Biscotti
(BPP) Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Einweihung der Synagoge Trier im Rahmen eines Festaktes als herausragendes Ereignis in der Trierer Stadtgeschichte gewürdigt.  Sie dankte der jüdischen Kultusgemeinde Trier für die Einladung zur Feier des 60. Jahrestages der Einweihung und der zeitgleich stattfindenden Eröffnung der Wanderausstellung „Jüdisches Trier. Den Grundstein der heutigen Synagoge legten am 26. August 1956 14 Juden und Jüdinnen aus Trier, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in ihre Heimatstadt zurückgekommen waren“, so die Ministerpräsidentin. „Sie verwendeten dazu Trümmer der alten Synagoge am Zuckerberg. Bereits ein knappes Jahr später, am 18. August 1957, konnte die neue Synagoge eingeweiht werden. Durch den Neubau der Synagoge trugen die 14 Holocaust-Überlebenden grundlegend dazu bei, dass jüdisches Leben und jüdische Tradition, die im Zweiten Weltkrieg für immer vernichtet werden sollten, in unserer Stadt wieder aufblühen konnten.“

Um die Synagoge habe sich im Laufe der Jahre ein aktives Gemeindeleben entwickelt. Im Vordergrund stünden natürlich die gottesdienstlichen Aktivitäten. Dar-über hinaus gebe es jedoch zudem eine Vielzahl von aktiven Gruppen, die sich um Kinder, Jugendliche, Frauen und die Senioren und Seniorinnen kümmerten. Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde sei außerdem auch die Gedenkarbeit, die sich der politischen Bildung und dem Kampf gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus widme.

„Es ist die Aufgabe aller, das Gedenken an die Opfer zu bewahren, sich der Schrecken und des Leids zu erinnern, das die Herrschaft der Nationalsozialisten über Deutschland und Europa brachte. Und stetig für ein demokratisches, freies und offenes Miteinander aller tatkräftig einzutreten“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Landtag habe allein im aktuellen Doppelhaushalt zusätzliche Haushaltsmittel von über einer Million Euro zur Verfügung gestellt, damit wichtige Maßnahmen der politischen Bildung und Demokratieerziehung für Kinder und Jugendliche gestärkt, die Präventionsarbeit gegen Radikalisierung intensiviert und die Programme gegen Rechtsextremismus ausgebaut werden könnten.

„Als Triererin und als Ministerpräsidentin dieses Landes bin ich froh und sehr stolz, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur wieder ein Teil von Trier und ein Teil von Rheinland-Pfalz sind“, sagte die Ministerpräsidentin.

Quelle: stk.rlp.de

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