Ministerpräsidentin Malu Dreyer: In Wohngemeinschaften stehen Menschen füreinander ein

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: In Wohngemeinschaften stehen Menschen füreinander ein Malu Dreyer - media.rlp.de - Staatskanzlei - Elisa Biscotti
(BPP) Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat gemeinschaftliche Wohnprojekte als Orte gewürdigt, in denen Menschen füreinander einstehen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Beim Spatenstich für das gemeinschaftliche Wohnprojekt zak eG Trier sagte sie, dass die neuen Netzwerke und Wohnprojekte teilweise Funktionen übernähmen, die früher über die Familien organisiert worden seien.

„Eine Gemeinschaft von Nachbarn, die sich gegenseitig unterstützt, begünstigt Hilfeleistungen, Geselligkeit und Gemeinschaftsbildung. Neue Potentiale werden erschlossen, weil ehrenamtliche Arbeit und Selbstverwirklichung gleichermaßen im Mittelpunkt des neuen Wohnens stehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer und verwies auf ihre eigenen Erfahrungen aus dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt, in dem sie lebt.

Wer in einer solchen Gemeinschaft alt werde, habe gute Chancen, sich lange einbringen zu können und selbständig zu bleiben. „Und gerade für Familien mit Kindern ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt ein günstiges Umfeld, das vielfältige Kontakte und Unterstützung bieten kann.“

Beim Projekt „zak“ (steht für zusammen-aktiv-kreativ) solle das Zusammenleben von Jung und Alt im Mittelpunkt stehen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Sie wollen eine Nachbarschaft im besten Sinne entstehen lassen und in sozialer Verantwortung füreinander da sein. Jeder kann und soll sich hier nach seinen Möglichkeiten freiwillig persönlich engagieren.  Das finde ich vorbildlich.“

Sie wies darauf hin, dass es in Rheinland-Pfalz bereits mehr als 120 gemeinschaftliche Wohnprojekte gebe, die ganz unterschiedlich organisiert seien. Gut 90 davon seien Wohn-Pflege-Gemeinschaften. Viele private Initiativen hätten sich auf den Weg gemacht, brauchten allerdings oftmals Zeit, um Projekte umzusetzen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Die Initiativen brauchen Ansprechpartner, Austausch und Unterstützung, damit sie gut vorankommen. Seit meinem Amtsantritt als Ministerpräsidentin haben wir deswegen die Beratung und Netzwerkarbeit für neue Wohnformen ausgebaut und die finanziellen Fördermöglichkeiten weiterentwickelt.“ Mit der Landesberatungsstelle Neues Wohnen bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Mainz gebe es seit 2015 eine neue, zentrale Informations- und Anlaufstelle. Die Beratungsstelle stehe auch Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften offen, die zunehmend solche Projekte umsetzen wollen.

„Zum Jahresbeginn 2016 haben wir die Förderkonditionen der sozialen Wohnraumförderung angepasst und verbessert. Dabei wurden auch die Förderbedingungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte noch einmal verbessert. Völlig neu ist, dass der Erwerb von Genossenschaftsanteilen künftig mit Darlehen der Investitions- und Strukturbank des Landes gefördert werden kann – in Anlehnung an die Förderung zum Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Quelle: rlp.de

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