Schweitzer: Die Ramstein-Katastrophe muss uns heute noch beschäftigen – Benennung eines Opferbeauftragten ist kluger Schritt

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Schweitzer: Die Ramstein-Katastrophe muss uns heute noch beschäftigen – Benennung eines Opferbeauftragten ist kluger Schritt Alexander Schweitzer - SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz - A. Heimann
(BPP) Anlässlich der Gedenkveranstaltung im Landtag zur Flugkatastrophe in Ramstein erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer: „Vor 30 Jahren sind bei der Katastrophe in Ramstein mindestens 70 Menschen gestorben und mehrere Hundert schwerverletzt worden. Noch heute bewegt es mich zutiefst, wenn ich die schrecklichen Berichte lese oder wie heute Zeitzeugen von damals berichten. Wir, die nicht betroffen sind, können kaum nachvollziehen, was die Opfer und deren Angehörige durchgemacht haben und zum Teil noch immer durchleben. Dabei ist die Tragödie vom 28. August 1988 oft noch präsent: In der Pfalz kennt eigentlich jeder Jemanden, der bei der Flugschau war und verletzt wurde. Umso wichtiger ist es, dass im Landtag heute der Verstorbenen und der Opfer gedacht wird. Richtig ist auch, dass Zeitzeugen und Opfer selbst berichten. Auch 30 Jahre nach der Katastrophe muss es uns Landespolitiker beschäftigen, was die Betroffenen durchmachten und durchmachen und welche Wünsche und Forderungen sie gegebenenfalls haben.“

Schweitzer sagt weiter: „Aus der Katastrophe wurden auch Lehren gezogen, die später bei tragischen Ereignissen im Sinne der Überlebenden und der Opfer-Angehörigen sind. Beispielsweise hat der rheinland-pfälzische Landtag im Nachgang zu der Tragödie die Einrichtung eines Leitenden Notarztes beschlossen, der die Einsätze von Sanitätern und Helfern koordiniert und entscheidet, wem zuerst geholfen werden muss. Eine chaotische Situation wie beim Rettungseinsatz am 28. August 1988 auf der Airbase darf sich nie wiederholen. Den Opfern und ihren Angehörigen sind wir es schuldig, regelmäßig Lehren aus dieser und anderen Katastrophen zu ziehen.“

Schweitzer betont: „Dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute angekündigt hat, einen Opferbeauftragter der Landesregierung zu benennen, ist ein kluger Schritt. Der Opferbeauftragte wird als Ansprechpartner für Opfer oder deren Angehörige nach großen Unglücksfällen, Anschlägen oder Naturkatastrophen bereitstehen und ihnen helfen. Mit Detlef Placzek, der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung ist und die neue Aufgabe ehrenamtlich übernimmt, hat Malu Dreyer den genau richtigen benannt: Es hat die persönliche und berufliche Erfahrung, um Opfern und Betroffenen zu helfen. Die Einsetzung von Opferbeauftragten hatte Kurt Beck als Beauftragter für die Opfer und Hinterbliebenen des Attentats vom Breitscheidplatz angeregt.“

Quelle: SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

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