Kugler: Gesundheitskarte für Flüchtlinge und Asylsuchende dringend notwendig

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(BPP) Heike Kugler, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, begrüßt die Forderung der Krankenkassen im Saarland, eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge einzuführen.

„Um die medizinische Versorgung auch nach der Erstversorgung in der Landesaufnahmestelle Lebach sicherzustellen, fordert auch DIE LINKE schon länger die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge, so wie es bereits in Bremen und Hamburg der Fall ist. Die Flüchtlinge haben oft eine harte und gefährliche Reise hinter sich und sind meist schwerst traumatisiert. Sie haben ein Anrecht auf eine menschenwürdige Behandlung und eine ordentliche medizinische Versorgung.“ Derzeit hätten Asylsuchende in den ersten 15 Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland aber nur eine mangelhafte medizinische Versorgung, so Kugler. Zudem seien sie nicht krankenversichert. Das Recht auf Gesundheit sei aber ein Menschenrecht, dass durch internationale Abkommen garantiert sei.

„Obwohl Flüchtlinge oft in einem schlechten Gesundheitszustand hier ankommen und nach Folter, Gewalt und Hunger psychisch sehr belastet sind, erhalten sie medizinische Leistungen nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzen sowie bei Schwanger- und Mutterschaft. Und bevor Asylsuchende zu einem Arzt in eine Praxis gehen können, müssen sie zuerst zum Sozialamt. Dort wird dann von medizinisch Unkundigen beurteilt, ob ein Behandlungsbedarf besteht oder nicht.“ Diese Einschränkung der gesundheitlichen Versorgung widerspreche dem Grundrecht der Menschenwürde, so Kugler. „Mit einer Gesundheitskarte könnten Flüchtlinge direkt einen Arzt aufsuchen, wenn sie krank sind oder Schmerzen haben. Nur so kann eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung von Menschen in Not gewährleistet werden. Zudem würde dies unsere Verwaltung entlasten.“

DIE LINKE sehe hier auch den Bund in der Pflicht, eine Lösung zu finden, um bundesweit eine umfassende medizinische Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen zu gewährleisten. „Diese Menschen dürfen nicht länger von einer gesundheitlichen Regelversorgung ausgeschlossen werden“, so Kugler abschließend.

Kontakt:
Claudia Kohde-Kilsch
Pressesprecherin  
Fraktion DIE LINKE.
Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
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Tel:: 0681-5002 426

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