Debatte über Legalisierung von Cannabis / Recht auf Rausch

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Debatte über Legalisierung von Cannabis / Recht auf Rausch Sebastian Striegel - gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de
(BPP) In der heutigen Landtagssitzung wurde über die Legalisierung von Cannabis debattiert. „Die allgemeine Handlungsfreiheit umfasst für mich auch ein Recht auf Rausch. Oder anders gesagt: Ich sehe keinerlei Grundlage, erwachsenen Menschen ihren Feierabendjoint zu verbieten. Wer Jugendschutz, Qualitätskontrolle und Suchtprävention will, der sollte auf Kontrolle statt Prohibition setzen“, sagte Sebastian Striegel, rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Striegel wies auf das grüne Cannabis-Kontroll-Gesetz hin, das im Bundestag eingebracht wurde. „Wir wollen keine Absatzmärkte für Kriminelle schaffen, sondern verantwortliches Wirtschaften ermöglichen. Hätten wir zertifizierte Verkaufsstellen für Cannabis, kämen Konsumenten gar nicht mehr in Kontakt mit harten Drogen. In solchen Verkaufsstellen ließe sich endlich eine Drogenberatung etablieren, die zum verantwortungsbewussten Umgang mit Cannabis beraten kann. Und die dort erzielten Gewinne gingen nicht in die Hände der organisierten Kriminalität, sondern würden steuerlich im Rahmen der Gesetze abgeschöpft.“

Sachsen-Anhalt ist bereits an anderer Stelle Vorreiter im Bereich Cannabis. „Seit März 2017 ist Cannabis für den medizinischen Einsatz verschreibungsfähig und damit eröffnet sich auch die Möglichkeit für die Wissenschaft, die Wirkung und den Nutzen von Cannabispräparaten zu erforschen. Die Hochschule Merseburg plant ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut. Damit wären wir bundesweit Vorreiter. Ich kann da nur an unser hiesiges Wissenschaftsministerium appellieren, seine Zurückhaltung diesem Projekt gegenüber abzulegen.“

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt

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