Himmelsscheibe von Nebra ist Weltdokumentenerbe / Haseloff: Für Sachsen-Anhalt ist das eine große Ehre

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(BPP) „Die Aufnahme der Himmelsscheibe in das Weltdokumentenerbe ist für unser Bundesland Sachsen-Anhalt eine große Ehre und Freude. Auf dieser Liste finden sich sublime Schöpfungen des Geistes. Auch aus diesem Grund erfüllt uns diese Auszeichnung mit Stolz. Mein Dank gilt allen, die sich für die Aufnahme stark gemacht haben.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Halle. Dort nahm er im Landesmuseum für Vorgeschichte am Festakt anlässlich der Aufnahme der Himmelsscheibe von Nebra in das UNESCO-Dokumentenerbe „Memory of the World“ teil.

In seinem Grußwort hob Haseloff die Bedeutung der Himmelsscheibe für den Kulturtourismus in Sachsen-Anhalt hervor. „Die Himmelsscheibe von Nebra hat dem Tourismus in unserem Land neue Potentiale erschlossen, und sie wird ihm weiterhin wichtige Impulse geben. Auf viele Menschen übt die Himmelsscheibe eine große Faszination aus. Auch sind die Kultur und die kulturelle Infrastruktur wichtige Standortfaktoren. Ein reiches und anspruchsvolles kulturelles Angebot ist für jede Stadt und Region ein Vorteil.“

Haseloff wies auf die historische Bedeutung der Himmelsscheibe hin. „Sie ist zweifellos einer der wichtigsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Die Himmelsscheibe von Nebra konfrontiert uns mit bisher unbekannten Fakten, stellt vermeintliche Gewissheiten infrage und eröffnet uns tiefe Einblicke in die geistigen Konzepte und das Weltbild des Menschen vor mehr als 3.600 Jahren." Haseloff erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das 7.000 Jahre alte Sonnenobservatorium in Goseck. „Goseck und die Himmelsscheibe sind früheste archäologische Belege für systematische Himmelsbeobachtungen. Sachsen-Anhalt ist reich an archäologischen Sensationsfunden“, so der Ministerpräsident.

Hintergrund

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde im Juni 2013 in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen. Seit 1992 will die UNESCO mit einem globalen digitalen Netzwerk historisch bedeutsame Zeugnisse vor dem Vergessen bewahren. Das "Gedächtnis der Menschheit" umfasst zurzeit 299 Dokumente aus allen Weltregionen. Deutschland ist im Register aktuell mit 17 Einträgen vertreten, darunter mit der Gutenberg-Bibel, Beethovens Neunter Symphonie und dem Nibelungenlied.

Dr. Georg Kötteritzsch
Staatskanzlei Sachsen-Anhalt
Hegelstrasse 42
39104 Magdeburg
Tel. : +49 391 567 6703
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesPressePortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.