Buddeberg: Immer mehr Homosexuelle in Sachsen trauen sich – für volle rechtliche Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren!

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Buddeberg: Immer mehr Homosexuelle in Sachsen trauen sich – für volle rechtliche Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren! Sarah Buddeberg - sarah-buddeberg.de - flickr.com
(BPP) Eine Kleine Anfrage der gleichstellungs- und queerpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Buddeberg, zeigt (Drucksache 6/17309): Die „Ehe für alle“ wird in Sachsen gut angenommen. Am 1. Oktober 2017 trat das Bundesgesetz in Kraft, wonach auch Paare des gleichen Geschlechts heiraten dürfen. Allein 2018 haben 302 homosexuelle Paare in Sachsen geheiratet – vor allem in den Großstädten Leipzig und Dresden sowie mit etwas Abstand in der Sächsischen Schweiz. Außerdem haben 384 Paare ihre eingetragene Lebenspartnerschaft in Ehen umgewandelt. Deutschlandweit haben einer Umfrage zufolge über 10.000 gleichgeschlechtliche Paare seit der Gesetzesänderung geheiratet.

Dazu erklärt Sarah Buddeberg, gleichstellungspolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

„Dass die Ehe für alle in Sachsen so gut angenommen wird, zeigt, wie notwendig und überholt die gesetzliche Öffnung dieser Institution war. Allerdings müssen jetzt auch die zweiten und dritten Schritte gemacht werden. Wer hierzulande heiratet, sollte die gleichen Rechte haben, die bisher heterosexuellen Eheleuten vorbehalten sind – etwa, wenn es um die Gründung von Familien geht. Sobald die Vermählten Kinderwünsche haben, hört die Toleranz der Gesetzgebung nämlich schnell wieder auf – homosexuelle Eheleute haben immer noch nicht die gleichen Rechte wie heterosexuelle. Wollen etwa zwei verheiratete Frauen ein Kind bekommen, muss die nicht-schwangere Mutter erst einen aufwändigen Adoptionsvorgang über sich ergehen lassen, damit beide offiziell als Eltern behandelt werden. Bei heterosexuellen Paaren wird hingegen seit jeher der Ehemann automatisch als Vater eingetragen. Hier darf die Gesetzgebung die Menschen nicht alleine lassen. Dafür muss sich die Staatsregierung einsetzen!“

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

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