Pellmann: Zahl der von Hartz IV betroffenen Alleinerziehenden in Sachsen trotz Wirtschaftsaufschwung gestiegen

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(BPP) Zur Antwort der Staatsregierung auf die Kleine Anfrage „Alleinerziehende mit Arbeitslosengeld II in Sachsen“ (Landtagsdrucksache 5/10013) erklärt der Fragesteller und sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag Dr. Dietmar Pellmann:

Die neuesten Daten zu den auf Hartz-IV-Leistungen angewiesenen Alleinerziehenden in Sachsen bestätigen, dass diese Personengruppe nach wie vor am stärksten von Armut betroffen ist. Bezogen Ende Dezember 2011 im Freistaat 39.865 Alleinerziehende Arbeitslosengeld II, waren es im Mai dieses Jahres bereits 40.314. Damit ging der zwischenzeitliche wirtschaftliche Aufschwung an dieser Personengruppe völlig vorbei.

Da fast 94 Prozent dieser Alleinerziehenden Frauen sind, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass Frauen in Sachsen schon heute wesentlich stärker als Männer von Armut bedroht sind. Denn im  Unterschied zu den beschwichtigenden Aussagen der Staatsregierung handelt es sich auch beim Arbeitslosengeld II lediglich um Leistungen auf Sozialhilfeniveau, die weit unter der Armutsgrenze liegen. Ohnehin ist die Gruppe der alleinerziehenden Frauen insgesamt jener Personenkreis mit der höchsten Armutsquote, denn nahezu 60 Prozent der alleinerziehenden Frauen mit Kindern unter 15 Jahren erhalten Arbeitslosengeld II.

Diese Entwicklung bestätigt meine Fraktion in der Absicht, sich künftig noch stärker dem besonderen Problem von Frauenarmut zuzuwenden, zumal die Staatsregierung gerade hier in weitgehender Untätigkeit verharrt. Deshalb haben wir für den 6. Oktober zu einer weiteren Armutskonferenz nach Chemnitz eingeladen, die Frauenarmut zum Thema hat.

Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
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Fax: (0351) 496 0384
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