Sachsens Bundesratsantrag zum Wolf − GRÜNE: Selbst bei Beschlussfassung dieses Entschließungsantrag passiert erst einmal rein gar nichts

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Sachsens Bundesratsantrag zum Wolf − GRÜNE: Selbst bei Beschlussfassung dieses Entschließungsantrag passiert erst einmal rein gar nichts Wolfram Günther - gruene-fraktion-sachsen.de - Juliane Mostertz - Marlen Mieth
(BPP) Günther: Mit einer sächsischen Wolfsverordnung könnte der Umweltminister den Umgang mit dem Wolf im Freistaat zeitnah und rechtssicher klären. Zum Bundesratsantrag des Freistaats Sachsen zum Umgang mit dem Wolf sowie der Öffentlichkeitsarbeit des Umweltministers Thomas Schmidt (CDU) dazu erklärt Wolfram Günther, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Der Umweltminister erweckt den falschen Eindruck, er würde im Bundesrat jegliche Probleme der Schafhalter lösen wollen. Dem Bundesrat liegt jedoch nur ein Entschließungsantrag vor, der lediglich die Meinung der Sächsischen Staatsregierung und der Länder Niedersachsen und Brandenburg zum Ausdruck bringt. Selbst mit der Beschlussfassung dieses Antrags im Bundesrat passiert noch rein gar nichts. Mit diesem Antrag wird kein einziges Problem der Schafhalter gelöst. Stattdessen verunsichert die CDU die Bevölkerung weiter."

"Es gibt Handlungsbedarf bei Problemwölfen. Ich warne allerdings vor einer populistischen Überdramatisierung der Lage. Im Jahr 2015 wurden mindestens 69.300 Schafe in Sachsen gehalten. Die aktuellen Riss- und Verlustzahlen von etwas über 200 Schafen wirkt dagegen eher gering. Sachsen sollte stolz sein, mit dem Wolfsmanagementplan einen breiten gesellschaftlichen Konsens zum Wolf erreicht zu haben. Dass gerade die CDU diesen Konsens von Jägern bis Naturschutz jetzt aufbrechen will, ist allein mit dem heraufziehenden Landtagswahlkampf zu erklären."

"Wir Grüne haben selbst Vorschläge gemacht, wie der Umgang mit dem Wolf geregelt werden kann. Mit einer sächsischen Wolfsverordnung könnte der Umweltminister den Umgang mit Wölfen im Freistaat zeitnah und rechtssicher klären. Zudem haben wir mit unserem Antrag zur Rettung der Weidetierhaltung dargelegt, was getan werden muss, damit die Schafhaltung in Sachsen nicht weiter den sprichwörtlichen Bach runter geht."

"Zudem betreibt Umweltminister Schmidt blanken Populismus. Wie kommt er zu der Einschätzung, fast die Hälfte Sachsens wäre von Wölfen besiedelt? Harmlose Normalitäten wie Wolfssichtungen bläst er zum Skandal auf. Der Wolf ist seiner Natur nach ein scheues Tier. Die CDU sollte aufhören, immer neue Märchen über den bösen Wolf zu erzählen."

Quelle: gruene-fraktion-sachsen.de

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