Tippelt: Angebote an Teilzeitstudiengängen deutlich ausbauen

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(BPP) Jeder 23. Student in Sachsen studierte im vergangenen Jahr in einem Teilzeitstudiengang. Wie aus der Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervorgeht, waren es 4.678 von insgesamt 106.100 Studenten an sächsischen Hochschulen. Der Anteil von Teilzeitstudierenden war von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich: Einsamer Spitzenreiter war die Hochschule Mittweida mit 30,5 Prozent Teilzeitstudenten. An der TU Dresden waren es 3,9 Prozent, an der Universität Leipzig 1,9 Prozent und an der TU Chemnitz 0,5 Prozent. Gar keine Teilzeitstudenten hatten beispielsweise die Bergakademie Freiberg, das Internationale Hochschulinstitut Zittau oder die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.
 
Dazu erklärt Nico Tippelt, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
 
"Die sächsischen Hochschulen müssen die Angebote an Teilzeitstudiengängen deutlich ausbauen. Die vorliegenden Zahlen beweisen: Dort, wo ein Teilzeitstudium angeboten wird, findet es in der Regel auch Interesse. Wenn wir beklagen, dass wir in Deutschland zu wenige Studenten - vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern - haben, müssen wir auch die Teilzeitstudiengänge ausbauen. Sie sind einer der wichtigsten Bausteine, wenn es um die Verbesserung der Familienorientierung von Hochschulen und der Vereinbarkeit eines Studiums mit Familie oder Beruf geht. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird der Wettbewerb um Studierende und wissenschaftliches Personal zu einem immer wichtigerem Argument.

Gerade für Familien angehender junger Akademiker mit Kindern kann ein Teilzeitstudiengang neben weiteren familienunterstützenden Angeboten ein äußerst attraktives Angebot sein. Die Teilzeitangebote, die berufsbegleitende Studien ermöglichen, sind zudem von zentraler Bedeutung für die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften als Motor für die sächsische Unternehmenslandschaft und stärken das Prinzip des lebenslangen Lernens, das in einer globalisierten Welt immer wichtiger wird."

F.d.R.d.A.
Andreas Novak
Pressesprecher
Tel. 0351/493-4700

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