Christopher Vogt: Die Wissenschaftsministerin sollte sich dringend mit der Gleichstellungsministerin zusammensetzen

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Christopher Vogt: Die Wissenschaftsministerin sollte sich dringend mit der Gleichstellungsministerin zusammensetzen Christopher Vogt - FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag
(BPP) Zu dem vorgestellten Konzept für acht „Schleswig-Holstein-Excellence-Chairs“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt: „Die Idee ist gut und das Konzept ist mit Sicherheit ein Baustein, um den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein zu stärken und die medizinische Spitzenforschung in unserem Bundesland zu halten. Es ist deshalb richtig, dass sich das Land an der Finanzierung dieser acht ‚SH-Chairs‘ beteiligt. Dieses lobenswerte Programm im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern kann aber nicht davon ablenken, dass diese Landesregierung mit wirklich eigenen Initiativen zur Stärkung der Spitzenforschung nicht aufgefallen ist. Die Wissenschaftsministerin steuert mit vielen offenen Großbaustellen auf das Ende ihrer Amtszeit zu. Die Hochschulen des Landes brauchen vor allem deutlich mehr Autonomie und eine bessere Ausstattung, um sich besser entwickeln zu können. Da hat diese Landesregierung – mit Blick auf die entstandenen finanziellen Spielräume – nicht geliefert. Entscheidend für eine bessere Entwicklung unseres Wissenschaftsstandortes ist aus unserer Sicht auch die Frage, wie der Anteil von Frauen in der wissenschaftlichen Exzellenz gesteigert werden kann.

Ich finde es erstaunlich, dass eine Wissenschaftsministerin, die auch die Gleichstellungsministerin unseres Landes ist, acht ‚SH-Chairs‘ präsentiert, die ausschließlich von Männern besetzt sind. Dies macht wieder einmal deutlich, dass es bei der Förderung von weiblichen Karrieren in Wissenschaft und Forschung leider noch immer sehr viel Luft nach oben gibt. Diese Debatte darf aber nicht auf dem Rücken der Exzellenzinitiative geführt werden, wie es die Ministerin versucht hat. In der Spitzenforschung kann es nur Bestenauslese geben. Es muss also intensiver an den Ursachen für diese Entwicklung gearbeitet werden. So ist zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Karriere auch in der Wissenschaft ein entscheidendes Thema und dieses Problem beginnt spätestens beim akademischen Mittelbau.

Wir erwarten von der Wissenschaftsministerin, dass sie hier noch vor dem Ende ihrer Amtszeit endlich geeignete Lösungsvorschläge unterbreitet. Sie sollte sich dringend mit der Gleichstellungsministerin zusammensetzen.“

Quelle: fdp-fraktion-sh.de

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