Europaministerin Spoorendonk: Ostseezusammenarbeit bleibt wichtig

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Europaministerin Spoorendonk: Ostseezusammenarbeit bleibt wichtig Anke Spoorendonk - schleswig-holstein.de - Olaf Bathke
(BPP) Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat gemeinsam mit dem ehemaligen finnischen Außenminister und Friedensnobelpreisträger, Martti Ahtisaari, das achte Jahresforum der EU-Ostseestrategie in Berlin eröffnet. Rund 800 Gäste aus dem gesamten Ostseeraum diskutieren zwei Tage lang über Themen der politischen und projektorientierten Ostseezusammenarbeit. Am Abend findet in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung ein Empfang statt, auf dem die Botschaften des Ostseeraums ihre Länder präsentieren werden und der die kulturelle Vielfalt des Ostseeraums veranschaulichen soll. Unter anderem wird der Jazztrompeter Nils Landgren mit Nachwuchsmusikern auftreten. Schleswig-Holsteins Europaministerin Anke Spoorendonk wird im Rahmen der Veranstaltung den hohen Stellenwert der Ostseekooperation vor dem Hintergrund des angespannten Verhältnisses zwischen der EU/Nato und Russland betonen. "Die politische Stimmung im Ostseeraum ist seit der Annexion der Krim durch Russland beeinträchtigt, das Sicherheitsgefühl hat insbesondere in den baltischen Staaten Schaden genommen. In dieser Situation kommt der Ostseezusammenarbeit eine besondere Rolle zu. Wir können ein Zeichen setzen, dass die Menschen in der Region über alle Grenzen hinweg in Kontakt bleiben, sich austauschen und wichtige Herausforderungen wie den Schutz der Ostsee oder die Verminderung des Klimawandels gemeinsam angehen wollen."

Die EU-Ostseestrategie bietet hierfür einen geeigneten Rahmen mit ihrem Aktions-plan. Darin werden 13 vorrangige Politikbereiche definiert und es sind Projekte enthalten, die die Umsetzung durch ostseeweite Zusammenarbeit voranbringen sollen. Einmal im Jahr kommen die Akteure der EU-Ostseestrategie zusammen, um über Fortschritte und Probleme in der Umsetzung zu diskutieren. In diesem Jahr ist Deutschland (Auswärtiges Amt) Ausrichter des Jahresforums. Das schleswig-holsteinische Europaministerium ist gemeinsam mit Polen Koordinator des Politikbereichs Kultur & Kreativwirtschaft der EU-Ostseestrategie und in dieser Funktion Ausrichter eines Seminars im Rahmen der Konferenz: Hier wird morgen gezeigt und diskutiert, mit welchen Mitteln Kultur zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen kann.

"Mit den Mitteln der Kultur können wir einen neuen Zugang zu alten Problemen schaffen. Wir erreichen Menschen nicht nur über ihre Köpfe, sondern auch über ihre Herzen und Emotionen und können so dazu beitragen, dass sie sich aufgerufen fühlen, an der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten konstruktiv mitzuwirken", so Spoorendonk bei diesem Seminar.

Die Europaministerin wird zudem an einem Seminar zur Zukunft des Ostseeraums bis 2030 mitwirken. Dort wird u. a. eine Studie im Auftrag der schwedischen Regierung diskutiert, die die wesentlichen Trends und politischen Rahmenbedingungen bis 2030 aufzeigt. Anke Spoorendonk: "Ich begrüße die Initiative der schwedischen Regierung. In der Studie wird deutlich, dass die Region vor großen Herausforderungen steht, von denen das angespannte EU-Russland-Verhältnis nur eine ist. Es bieten sich aber auch zahlreiche Chancen und die gut eingespielte Ostseekooperation wird uns helfen, diese mit vereinten Kräften zu nutzen. Die Ostseestaaten gehören weltweit zu den Innovationsführern, auch im künftig entscheidend wichtigen Bereich der digitalen Technologien. Dass das so bleibt, ist keine Selbstverständlichkeit. In der Zukunftsstudie wird deutlich, dass zunehmende Konkurrenz, aber auch zunehmende Märkte in Asien und Afrika entstehen werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der Ostseeregion zu erhalten und gleichzeitig neue Märkte zu nutzen, darauf wird es ankommen, und Ostseezusammenarbeit kann dabei helfen", so Spoorendonk.

Quelle: mjke.schleswig-holstein.de

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