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Sozialministerin Alheit zur Nachmittagsbetreuung in Kitas: „Die Entwicklung bestätigt unseren Kurs“

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Sozialministerin Alheit zur Nachmittagsbetreuung in Kitas: „Die Entwicklung bestätigt unseren Kurs“ Kristin Alheit - schleswig-holstein.de - Olaf Bathke
(BPP) Nach aktuellen Zahlen des Statistikamtes Nord wurden Anfang März 2016 in Schleswig-Holstein 35 Prozent aller drei- bis fünfjährigen Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchten, durchgehend mehr als sieben Stunden pro Tag betreut. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der durchgehend mehr als sieben Stunden pro Tag betreuten Kita-Kinder landesweit um zwei Prozentpunkte.

„"Die Entwicklung bestätigt unseren klaren Kurs zum Ausbau und zur Qualitätsverbesserung in der Kinderbetreuung"“, erklärte Sozialministerin Kristin Alheit. „"Das ist die Dynamik, die ich mir wünsche. Sie entspricht dem Willen der Eltern und wir werden auf diesem Weg voranschreiten".“

Das Land hat die Mittel zur Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels – Stichwort zweite Kraft am Nachmittag – weiter erhöht: Zusätzlich zu den im zweiten Halbjahr 2016 erstmals zugewiesenen Mitteln zur Erhöhung des Fachkraft-Kind-Schlüssels in Elementargruppen (2016: 11 Millionen Euro) haben die Kreise und kreisfreien Städte noch Ende 2016 eine weitere Zuweisung in Höhe von 1,3 Millionen Euro erhalten. Für das Jahr 2017 sind über die Nachschiebeliste zusätzliche 5,0 Millionen Euro eingestellt worden, somit stehen für 2017 insgesamt 25,0 Millionen Euro zur Verfügung. Für das Jahr 2018 wird angestrebt, mit einer erneuten Erhöhung des Ansatzes der voraussichtlich weiter steigenden Zahl von ganztags betreuten Kindern über drei Jahren gerecht zu werden. „"Unser Programm zur Förderung einer zweiten Fachkraft am Nachmittag in den Einrichtungen ist ein weiterer Impuls zur Verbesserung der Qualität in den Kitas. Diesen Weg gehen wir weiter"“, so Alheit.

Mit den aufgestockten Fördermitteln kann nun zusätzliches Fachpersonal finanziert werden, das die Ganztagsgruppen mit einer halben Stelle verstärkt. So können auch am Nachmittag zwei Fachkräfte die Betreuung der Kinder wahrnehmen. Dies wird zu einer spürbaren Qualitätsverbesserung beitragen und stärkt gleichzeitig den Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen.

Elemente der Kita-Offensive des Landes sind erhebliche Maßnahmen zur Entlastung der Kommunen und zur Stärkung der Kitas, beispielsweise durch Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung. Für die Betriebskosten der Kitas sind 2017 rund 231 Millionen Euro und damit rund doppelt so viel wie 2012 vorgesehen. Für das Kita-Geld liegen die zu erwartenden Erstattungskosten 2017 bei rund 23,5 Millionen Euro.
Hintergrund

Betriebskosten: Der zwischen Kommunen und Land vereinbarte Fahrplan beim Krippenausbau berücksichtigt die Betriebskostensteigerung. Darauf basierend wird im Jahr 2017 die Kinderbetreuung vom Land mit insgesamt rund 231 Millionen Euro gefördert. Das entspricht deutlich mehr als der doppelten Summe des Jahres 2012.

So zahlt das Land den Kreisen und kreisfreien Städten für jeden neu geschaffenen U3-Platz ab dem Zeitpunkt 2009 einen Ausgleich. Dieser Ausgleich wird berechnet aus der Differenz der Aufsetzquote von 14,5 Prozent, bezogen auf die Betreuungsplätze der U3-Kinder 2009 und der Ausbauquote von 33 Prozent, bezogen auf die U3-Kinder 2016. Das heißt, in diesem Jahr zahlt das Land für 18,5 Prozent der neu geschaffenen Betreuungsplätze der Kinder unter 3 Jahren.

Die Platzkostenpauschale für das Jahr 2016 wurde für einen neu geschaffenen U3-Betreuungsplatz mit 12 648 Euro ermittelt. Für das Jahr 2016 zahlen wir somit für alle neu geschaffenen Betreuungsplätze in der U3-Betreuung (Mittelwert für Plätze in der Kita- und Kindertagespflege) insgesamt rund 98 Millionen Euro. Um die Kommunen zu entlasten, wird das Land ab 2017 den Betriebskostenzuschuss von 70 auf 80 Millionen Euro erhöhen.

Beteiligung Land: Die Landeszuschüsse an den Kitaplatzkosten sind auch anteilig deutlich gestiegen: Nach Angaben des Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) betrug der Landesanteil 2012 14,4 Prozent und liegt 2016 bei 19,7 Prozent.

Qualitätsverbesserung: Sozialministerin Alheit hat parallel zum Beschluss über die Einführung des Kitageldes ein 56-Millionen-Euro-Programm für die Kommunen zur Verbesserung der Fachkräftequote auf den Weg gebracht.

Betreuungsquote: Zurzeit werden in 1.754 Einrichtungen und bei 1.720 Tagespflegepersonen 113.050 Kinder betreut. Nach den aktuellen Erhebungen des Statistikamtes Nord (2016) werden im U3-Bereich 30,9 Prozent aller Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Tagespflege betreut. Damit hatte Schleswig-Holstein 2016 die höchste Betreuungsquote unter allen westdeutschen Flächenländern. Im Ü3-Bereich liegt die Betreuungsquote im letzten Kita-Jahr (also dem Jahr vor Schuleintritt) bei 96,0 Prozent.

Quelle: schleswig-holstein.de

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