Dem Schutz des Bodens eine Stimme geben / Grüne streiten für Null-Hektar-Ziel in Thüringen

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Dem Schutz des Bodens eine Stimme geben / Grüne streiten für Null-Hektar-Ziel in Thüringen Dirk Adams - BÜNDNIS 90 - DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen
(BPP) Zum Weltbodentag erklärt der Fraktionsvorsitzende der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Dirk Adams: „Der Boden hat einen existenziellen Wert und ist neben Wasser und Luft Voraussetzung für das Leben auf unserem Planeten. Ohne Boden keine Nahrung, keine Stoff- und Wasserkreisläufe, keine biologische Vielfalt, welche die unmittelbaren Lebensgrundlagen für den Menschen sind. Aufgrund dieser Erkenntnis wollen wir, dass der Boden umfassend geschützt und als wertvolles Naturgut nachhaltig gemanagt wird“, erklärt der Dirk Adams.

„Allerdings hat auch Thüringen in den letzten Jahrzehnten von der Substanz gelebt und beim Bodenschutz noch erheblichen Nachholbedarf. Allein in den Jahren 2010–2015 sind laut Statistischem Landesamt täglich 4,8 Hektar für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren gegangen. Es ist klar, hier muss das Ruder herumgerissen werden, wenn wir unsere Böden vor Verlust und Übernutzung schützen wollen“, macht Adams seine Haltung deutlich.  
 
„Die ersten Schritte dazu wurden mit der Novelle des Landesnaturschutzgesetzes und der Schaffung einer Rechtsgrundlage für eine Landeskompensationsverordnung im Juli 2019 auch geschaffen. Mit der verpflichtenden Festschreibung, dass bei einer Versiegelung von Böden, in gleichem Umfang Flächen entsiegelt und für den Naturhaushalt nutzbar gemacht werden müssen, wollen wir dem fortschreitenden Flächenfrass einen Riegel vorschieben.
Wir Bündnisgrüne werden uns jetzt dafür einsetzen, dass diese geplanten Neuregelungen auch schnell und wirkungsvoll greifen“, macht Adams die Haltung seiner Fraktion deutlich.

„Daneben setzen wir auch auf die Initiative in den Landkreisen und Kommunen zur stärkeren Nutzung von Flächenpools zur Reduzierung und Steuerung der Flächeninspruchnahme in der Land- und Forstwirtschaft bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Wir müssen es schaffen, Siedlungsbrachen zu entsiegeln und wieder zu renaturieren, verbauten Gewässer wieder mehr Raum zu geben, mehr Gehölze anzupflanzen und Lebensräume besser miteinander zu vernetzen. Dazu müssen wir den fortgeschrittenen Bodenverlust ernster denn je nehmen und in den kommenden Jahren alle Möglichkeiten nutzen, diesen ernsthaft zu begrenzen.

Wir wollen eine starke Stimme für den Bodenschutz sein und werden auch weiter für das Null-Hektar-Ziel in Thüringen streiten, um unsere wertvollen Böden vor weiterer Versiegelung zu bewahren“, schließt Adams.

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

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