SPD-Fraktion schlägt vor: Künstliche Intelligenz im Landtag

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SPD-Fraktion schlägt vor: Künstliche Intelligenz im Landtag Matthias Hey - spd-thl.de
(BPP) In Thüringen soll künftig neben den Abgeordneten zusätzlich der Einsatz künstlicher Intelligenz im Plenarsaal erprobt werden. "Kommentieren mit Argumenten" (KomA) heißt der Prototyp der Firma RoboPolitical, der Google-Spracherkennung mit Maschinenlernen verbindet und mit tausenden Artikeln und Protokollen über mehrere Monate hinweg trainiert wurde. KomA soll in Debatten all dieses Wissen gezielt einbringen und durch konstruktive Argumente die Produktivität der Debatten erhöhen. Dazu wird die Künstliche Intelligenz einfach auf das Rednerpult gesetzt. KomA aktiviert sich selbstständig und wird die Debatte im Sinne des eigentlichen Redners führen. In der Konsequenz hätten Abgeordnete mehr Zeit für inhaltliche Arbeit, um Ausschüsse, Koalitionsarbeitskreise und Anhörungen vorzubereiten und durchzuführen.

Aktuell wirkt KomA in seiner schlichten schwarzen Box noch recht bescheiden. Zukünftige Modelle könnten jedoch realen Menschen nachempfunden werden. "Stellen Sie sich vor, wir könnten Willy Brandt wieder auferstehen lassen!", schwärmt Matthias Hey, der nach einem Wahlkreistermin bei RoboPolitical in Gotha im vergangenen Jahr bereits erste Ideen mit den Entwicklerinnen von KomA austauschen konnte. Bis dahin muss sich KomA allerdings erst im politischen Alltag bewähren.

Die SPD-Fraktion ist von der Effizienz der künstlichen Intelligenz im Landtag überzeugt. Dazu die parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Becker: „Selbst die Quote der Ordnungsrufe der AfD könnte realitätsgetreu berücksichtigt werden. Dazu würde ein Modul installiert, das der Zufallsprinzip Beleidigungen in die Debatten einbringt.“

Quelle: SPD-Fraktion im Thüringer Landtag

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