Tiefensee kommentiert Ankündigung der CDU-Integrationspläne für Thüringen

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Tiefensee kommentiert Ankündigung der CDU-Integrationspläne für Thüringen Wolfgang Tiefensee - Deutscher Bundestag - Achim Melde
(BPP) Mike Mohring, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU, kündigt einen parteiintern erarbeiteten Entwurf für ein neues Thüringer Integrationsgesetz an. „Endlich erkennt auch die CDU, dass wir in der Asylpolitik dringend der Frage der Integration bedeutend mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Scheindebatten über eher nebensächliche Fragen der Asylpolitik zu führen, zumal skandalisiert mit Ultimaten, Überspitzungen oder Drohungen, wie in den letzten Wochen auf Bundesebene geschehen, ist alles andere als zielführend“, bemerkt der SPD-Landesvorsitzende.

„Wir müssen uns aktiv für die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen. Gleichermaßen gilt es, die Möglichkeiten einer gelingenden Integration für Geflüchtete je nach Asyl-Status zu verbessern“, so Wolfgang Tiefensee.

Auch in seiner Position als Wirtschaftsminister werde er von Unternehmen wiederholt auf die Barrieren der Integration von Geflüchteten in den Thüringer Arbeitsmarkt hingewiesen: „Dabei zeigen sich viele Probleme: Zum Beispiel erfordert die Teilnahme am Deutschunterricht in manchen Regionen zu lange Anfahrtszeiten, andererseits sind die Sprachkurse schlichtweg überfüllt. Das Angebot entspricht noch nicht der Nachfrage, obwohl Deutschkenntnisse die Grundlage für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt sind. Hier ist weitere Unterstützung vom Bund nötig.“

Mohrings Pläne für ein Ankerzentrum in Thüringen hält Tiefensee für unnötig: „Alle die Asylverfahren betreffenden Aufgaben werden in der Erstaufnahmeeinrichtung Suhl vorbildlich erfüllt. Es braucht weder eine neue Einrichtung noch ein neues Label. Das ist reine Sprachspielerei, die wieder einmal sehr nach Aktionismus klingt.“

Quelle: SPD Thüringen

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