Alles auf Grün / 10.000-Mal aktive Bürgerbeteiligung mit maerker.brandenburg

(BPP) Das elektronische Bürgerbeteiligungsportal maerker.brandenburg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jetzt ging der zehntausendste Hinweis eines Bürgers zu einem Problem "vor der Haustür" ein, wie ein Sprecher des Innenministeriums am (heutigen) Dienstag in Potsdam mitteilte. Ein Nutzer machte darin seine Heimatgemeinde Kleinmachnow auf ein Gefahrenpotential vor einer Schule aufmerksam, für das nun Abhilfe organisiert wird.

Innenminister Dietmar Woidke sagte: "Das bundesweit in seiner Art bislang einmalige Projekt 'Maerker' ist ein hervorragendes Beispiel für mehr Bürgernähe durch elektronische Verwaltungsdienstleistungen. 'Maerker' zeigt, worauf es beim eGovernment ankommt: Der Bürgerkontakt muss einfacher werden; die Verwaltungsarbeit muss transparenter, aber auch verlässlicher sein und die Ergebnisse für jeden sichtbarer. Hiervon profitieren Bürger und kommunale Verwaltungen gleichermaßen. Bürgerinnen und Bürger können Missstände ohne zeitraubende Wartezeiten bequem melden. Die Kommunalverwaltungen erhalten frühzeitig Hinweise auf Probleme, die die Bürger ärgern. Verbunden mit einer raschen Beseitigung der Probleme trägt 'Maerker' dazu bei, die Identifikation der Bürger mit 'ihrer' Gemeinde zu stärken."

Seit Mai 2009 können Bürger und Bürgerinnen in Brandenburg ihre Kommunalverwaltungen über ein zentrales Portal per Mausklick auf Mängel wie schlechte Radwege, defekte Spielplätze, nicht behindertengerechte Gehwege oder wilde Müllhalden hinweisen. Seit Jahresbeginn steht auch eine mobile Variante des 'Maerker' als App für iPhone und iPad zur Verfügung.

Die beteiligten Kommunen haben sich verpflichtet, innerhalb von drei Tagen nach Eingang der Hinweise für Abhilfe zu sorgen oder die Hinweise an die zuständige Stelle weiterzuleiten. Eine Ampel neben der Beschwerde im Internet zeigt plastisch den Bearbeitungsstand - von Rot (noch nichts passiert) oder gelb (in Arbeit) bis zu Grün (Problem behoben).

Die Zahl der beteiligten Kommunen erhöhte sich seit dem Start des Portals von zunächst drei Projektgemeinden auf mittlerweile über 40 Kommunen. Darunter befindet sich auch der Berliner Bezirk Lichtenberg. 60 Prozent der bisher eingegangenen Hinweise beziehen sich auf Verkehrsprobleme, darunter etwa zur Hälfte Hinweise auf defekte Straßenlaternen. Jeder zehnte Nutzer von 'Maerker' beklagte sich bei seiner Kommune über Abfall- oder Müllprobleme.

'Maerker' wurde vor drei Jahren vom Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen. Das Portal wird vom Brandenburgischen IT-Dienstleister (ZIT-BB) betrieben und steht für die Kommunen kostenlos zur Nutzung bereit. Im Jahr 2010 erhielt 'Maerker' bei einem Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministers die Auszeichnung als "innovativstes eGovernment-Projekt für gesellschaftliche Lösungen".

Ingo Decker
Pressesprecher und Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Ministerium des Innern des Landes Brandenburg
Henning-von-Tresckow-Straße 9-13
14467 Potsdam
Tel: 0331 866-2060
Fax: 0331 866-2666
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!