Brandenburger Schulsystem im neuen Schuljahr so mangelhaft wie bisher / Büttner: Einstellungsrekord bei neuen Lehrkräften ist eine Mogelpackung

(BPP) Anlässlich der heute von Bildungsministerin Münch zum neuen Schuljahr vorgestellten Zahlen und Daten erklärt der bildungspolitische Sprecher und Vorsitzende der FDP-Fraktion Andreas Büttner:

"Die von Ministerin Münch angekündigten Neueinstellungen von Lehrkräften ließen auf Verbesserungen im Brandenburger Schulsystem hoffen, sie erweisen sich aber als Mogelpackung: Unter den angeblich rund 450 neu eingestellten Lehrern sind 147 Lehrer, deren bisherige befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt werden. Somit können diese nicht als Neuzugänge gelten.

Bei der Zahl neu eingestellter Lehrkräfte rechnet Ministerin Münch auch die Lehrer ein, die speziell für die Anforderungen des Pilotprojekts ,inklusive Grundschule' eingestellt wurden - entgegen einer früheren Ankündigung, diese Lehrer würden zusätzlich eingestellt.

Insgesamt werden also statt der noch in einer Pressemitteilung des MBJS vom 1. Juni 2012 versprochenen 550 Lehrkräfte nur rund 300 zusätzliche Kräfte eingestellt. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass in diesem Schuljahr voraussichtlich über 500 Lehrkräfte aus dem Schuldienst ausscheiden, wird sich der Unterrichtsausfall eher noch vermehren und die Bildungsqualität in Brandenburg bleibt leider so mangelhaft wie bisher.

Ein weiteres Absinken des Bildungsniveaus nimmt die FDP-Fraktion im Landtag Brandenburg nicht hin. Für die Zukunft unserer Kinder, für die Zukunft unseres Landes brauchen wir beste Bildungschancen, dafür brauchen wir ausreichend qualifizierte Lehrkräfte - und keine Mogelpackungen à la Münch!"

Lorenz Becker
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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