Eurasian Resources Group: 1-Milliarde-Dollar-Investment für brasilianischen Hafen

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Eurasian Resources Group: 1-Milliarde-Dollar-Investment für brasilianischen Hafen PEDRA DE FERRO - Mit dem Eisenerzprojekt Pedra de Ferro der Eurasian Resources Group wird Bahia zum drittgrößten Eisenerzproduzenten in Brasilien.
Der diversifizierte Rohstoffkonzern Eurasian Resources Group (ERG) mit Sitz in Luxemburg plant, in der Bauphase rund 1 Milliarde Dollar in das Projekt Porto Sul in Brasilien zu investieren. Der Hafen wird eine Umschlagkapazität von mehr als 40 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr haben und über die erforderlichen Anlagen für zukünftige Getreideexporte und Düngemittelimporte verfügen, so Benedikt Sobotka, Konzernchef der ERG.

Eisenerz ist ein zentraler Bestandteil des Produktions- und Wachstumsportfolios der ERG in Kasachstan und Brasilien. Im Konzern ist man der Ansicht, dass die Marktgrundlagen für Eisenerz, insbesondere für hochwertiges Eisenerz, stark sind. Die Eisenerzressourcen des ERG-Projekts Pedra de Ferro gehören zu den am wenigsten entwickelten weltweit, fügt Sobotka hinzu. Man arbeite eng mit der Regierung des brasilianischen Bundesstaates Bahia und der Gemeinde vor Ort an den letzten Vorbereitungen für den Beginn der vollständigen Umsetzung des Hafenbaus, verrät der CEO.

Das Eisenerzprojekt Pedra de Ferro, mit dem Bahia zum drittgrößten Eisenerzproduzenten Brasiliens avanciert, wird sein Eisenerz zunächst nach Porto Sul transportieren, um es von dort an die internationalen Märkte zu liefern. Die dazugehörige Breitspurbahn Porto Sul und Ferrovia de Integração Oeste Leste (FIOL) wird eine einzigartige, leistungsstarke und kostengünstige Infrastrukturverbindung zwischen den Weltmärkten sowie den Binnenregionen des Staates Bahia und den Nachbarstaaten herstellen.

Laut Sobotka kommt diese Infrastruktur bestehenden Unternehmen zugute und wird die Neugründungen anstoßen, vor allem im Bergbau und in der Landwirtschaft. Durch die Durchführung des Hafenprojekts sollen während des Baus etwa 30.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen, für den Hafenbetrieb 10.000.

Die Vorbereitungen für das Projekt liefen im Juni an. Nach der Einrichtung und Sicherung des Standortes erfolgt die Implementierung der Zugangsinfrastruktur. Man erwarte, dass die Fertigstellung des Projekts Porto Sul in spätestens vier Jahren mit der Fertigstellung der FIOL-Eisenbahn und der Mine Pedra de Ferro zusammenfallen wird, betont der Konzernchef, der Zeitplan hinge vollständig vom rechtzeitigen Abschluss der Konzessionsausschreibung für die Eisenbahn ab. Der Konzern wolle sich mit dem Projekt als unabhängiger Produzent für hochwertiges Eisenerz in Brasilien etablieren und man glaube, dass das Pedra de Ferro Projekt eine Plattform für einen langfristig nachhaltigen Betrieb bieten werde, der der Stahlindustrie einen attraktiven alternativen Versorgungsweg bieten könne.

Industrie

„Die Eisenerzindustrie steht wegen China vor einer Angebotsverknappung, da Stahlwerke Eisenerz kaufen, um ihre erschöpften Lagerbestände teilweise wieder aufzufüllen, bevor der Markt weiter anzieht“, so Sobotka.
China, das etwa die Hälfte des weltweiten Stahls produziert, importiere mehr als 70 % des weltweit im Seeverkehr vorkommenden Eisenerzes, erklärt er. So haben die chinesischen Eisenerz-Hafenbestände neulich Zweieinhalb-Jahres-Tiefststände erreicht, während die Nachfrage weiterhin hoch ist, was die Eisenerzpreise weiter antreibt.

Dass die chinesischen Werke sich zunehmend für höherwertiges importiertes Erz interessieren, liege an strengeren Umweltkontrollen, die das inländische Erz uninteressant machen. Chinas Rohstahlproduktion erreichte im Mai ein Rekordhoch und unterstreicht die anhaltende Stahlnachfrage des Landes. Die Qualitätsbestrebungen der chinesischen Stahlwerke zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen werden die Produktion zudem mittel- und langfristig ankurbeln.

Durch das anhaltende Wachstum der Stahlproduktion werden etwa 150 Millionen Tonnen zusätzliches Eisenerz benötigt. Sobotka erläutert, dass der Eisenerzmarkt noch einmal weitere geschätzte 110 Millionen Tonnen Neuzufuhr pro Jahr benötigen würde, um ein Gleichgewicht herzustellen, denn die Hauptakteure verringerten ihre Kapazität um etwa 80 Millionen Tonnen und zugleich wurden Projekte mit 120 Millionen Tonnen zusätzlicher Kapazität genehmigt.

Angebotskrise treibt Eisenerzpreise in die Höhe

Ein deutlicher Abbau der Eisenerzlagerbestände in China in Verbindung mit einer Versorgungskrise hat die Eisenerzpreise in jüngster Zeit auf Höchststände getrieben.

Der Zyklon Veronica wirkte sich negativ auf das Eisenerzangebot aus Australien aus, während der Dammbruch von Brumadinho in Brasilien im Januar ebenfalls weitreichende Auswirkungen auf den Markt hatte, so Benedikt Sobotka, CEO des diversifizierten Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG).

„Die größte Herausforderung für alle Eisenerzproduzenten besteht darin, nach den jüngsten tragischen Unfällen in der Branche die gesellschaftliche Akzeptanz wiederherzustellen. Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Verringerung der Umweltbelastung und die branchenweite Einführung von Staudämmen für nachgeschaltete Abraum-Absetzteiche werden ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Sicherung der erfolgreichen Zukunft der Branche spielen", betont er.

Sobotka erklärt, dass sich Bergbauunternehmen, Regierungen und akademischen Institutionen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen zusammentun müssten, hierin liege der Schlüssel zum Erfolg. Darüber hinaus schlägt er vor, dass eine Reihe von Unternehmen an einem Strang ziehen müssen, um Lösungen zu verfolgen, die die gesamte Branche betreffen, und das notwendige Vertrauen bei den wichtigsten Interessengruppen der Branche aufzubauen.

„Eine direkte, wechselseitige und beständige Kommunikation zwischen den Bergbauunternehmen und ihren Gemeinden wird weiterhin entscheidend für die Umsetzung neuer Projekte und bestehender Betriebe sein.“

Sobotka erklärt weiter, dass jedes Bergbauprojekt technische, ökologische und soziale Eigenheiten hat, sodass verschiedene Mineralien die Entwicklung unterschiedlicher Technologien erfordern. Die Herkunft der Mineralien sei ebenfalls wichtig, da die Unterschiede von Region zu Region, wo sie gefördert werden, jedem Projekt einzigartige Eigenschaften verliehen. Und genau das sei eine der größten Herausforderungen, denen man sich mit einem diversifizierten Portfolio, wie dem der ERG, stellen müsse - diese technologischen Notwendigkeiten und Eigenheiten zu identifizieren und den besten Weg zur Umsetzung eines jeden Projekts auszumachen, und gleichzeitig die Branchennachhaltigkeit zu gewährleisten, betont der Konzernchef.

Sobotka stellt jedoch auch fest, dass ein diversifiziertes Portfolio ohne Zweifel eine Vielzahl von Chancen bietet, die der Konzern wahrnimmt und dabei alle mit ihnen verbundenen Herausforderungen genau im Auge behält.

Quelle: Redaktion

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