Glücksspielbranche in Deutschland

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Glücksspielbranche in Deutschland pixabay.com
(BPP) Das Glücksspiel hat in Deutschland legalen Status. Nach den Einnahmen aus den Casino-Erträgen liegt das Land auf dem vierten Platz unter den europäischen Ländern. Und dies trotz der hohen Steuern, die sogar als belastend bezeichnet sein können. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 60 Casinos. Sie werden jährlich von fünfeinhalb Millionen Menschen besucht. Außerdem gibt es eine Unzahl der Menschen, die im Internet die Glücksspiele genießen, wie z.B. im NetBet Casino online. Das Spielpersonal besteht aus rund 5 000 Mitarbeitern.

Im Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland werden Schutz der Nutzer, Schutz vor Betrug und Maßnahmen gegen den illegalen Markt definiert. Das Gesetz wurde im selben Jahr von 16 Bundesländern angenommen, nur Schleswig-Holstein hat es 2013 akzeptiert.

Das Land Schleswig-Holstein hat im Januar 2012 ein eigenes Gesetz vorgeschlagen und 47 Lizenzen für Glücksspielbetriebe vergeben. Der Unterschied vom Staatsvertrag bestand darin, dass dieses Gesetz auch Online Casinos zuließ. Dann aber änderte sich die Regierung, und das Bundesland akzeptierte den zwischenstaatlichen Glücksspielvertrag.

Zu den Glücksspielregulierungsbehörden in Deutschland gehören Staatsminister oder Senatoren. Sie benennen auch nachgeordnete Stellen, die für die Organisation des Glücksspielgeschäfts vor Ort zuständig sind. Für Spielautomaten sind die örtlichen Behörden zuständig. Sie lizenzieren und prüfen Slots und kontrollieren Sportwetten.

Es gibt noch weitere Regulierungsbehörden und zwar folgende:
- Hessisches Ministerium für Inneres und Sport - erteilt Lizenzen für Sportwetten;
- Landkreis Darmstadt - erteilt Lizenzen für Pferderennen und an Börsenmakler;
- Das Niedersächsische Innenministerium –  ist für die Sperrung von Zahlungen und die Erteilung von Lizenzen für Lotterien zuständig;
- Düsseldorfer Landesregierung - ermöglicht Fernseh- und Online-Werbung für Sportwetten und Lotterien;
- Die Behörden von Hamburg und Rheinland-Pfalz – sind für einige Lotterien verantwortlich.
- Steuerbehörden in Frankfurt am Main - treiben Sportwettensteuer ein;
- Steuerbehörde Neukölln (Bezirk Berlin) - Erhebung der Mehrwertsteuer in Online Casinos;
- Der Bundesminister für Finanzen –  kann auch die Glücksspielbetreiber beeinflussen.

Die Lizenzen für landbasierte Casinos in Deutschland werden von staatlichen Behörden erteilt. Die Anzahl der Lizenzen ist durch örtliche Gesetze und Bestimmungen begrenzt. In einigen Bundesländern werden Berechtigungen den privaten Betreibern erteilt, aber in anderen ist es streng verboten, das Glücksspielgeschäft zu betreiben.

Normalerweise sind Casino-Lizenzen für 10 Jahre gültig und man kann sie um weitere 5 Jahre verlängern. Die Kosten werden anhand des angenommenen Bruttoeinkommens der Einrichtung berechnet.

Lizenzen für Wettbüros werden auf dieselbe Weise vergeben. Jedes Bundesland begrenzt die Anzahl der Wettbüros, so z.B. können dürfen es 400 Wettbüros tätig sein und in Hamburg nur 200.

Die Lizenzen für Spielautomaten haben auch bestimmte Begrenzungen. In vielen Bundesländern müssen sich solche Einrichtungen in gewisser Entfernung von Schulen, Universitäten und Suchtzentren befinden. Außerdem dürfen in einer Spielhalle maximal 12 Spielautomaten stehen. In Restaurants und Bars sollte es nicht mehr als drei Spielautomaten geben. Die Lizenzkosten für eine Spielhalle betragen je nach Bundesland 150 – 3 000 Euro.
Online-Glücksspiele sind in Deutschland fast vollständig verboten. Es wurden nur 20 Lizenzen für Online-Sportwetten ausgestellt. Online-Wetten auf Pferderennen und Werbe-Lizenzen sind jedoch zulässig.

Diejenigen, die eine Lizenz beantragen wollen, müssen nachweisen, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, verlässlich sind und über die erforderliche Erfahrung verfügen.

Quelle: Redaktion

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