DTV-Statement zur EU-Pauschalreiserichtlinie

Sondermeldung*

„Tourismusorganisationen, die als Reisevermittler tätig sind, können nun endlich aufatmen: Die Gefahr, beim Zusammenstellen und Abrechnen der sogenannten ‚verbundenen Reiseleistungen‘ versehentlich wie ein Reiseveranstalter zu haften, ist gebannt. Statt aufwendig jede Reiseleistung einzeln und getrennt voneinander zu bezahlen, soll am Ende ein gemeinsamer Bezahlvorgang stehen. Jedem Kundengespräch soll zudem ein neutrales Beratungsgespräch vorangehen. Damit ist diese Kuh vom Eis“, sagt Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Gestern hatte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer...

Das „Depublizieren“ widerspricht unserem modernen Medienverständnis

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(BPP) Zur Veröffentlichung der Studie "Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft" des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags erklärt die Vorsitzende des CSUnet, des CSU-Netzrates und stv. CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär, MdB:

„Die Tatsache, dass öffentlich-rechtliche Inhalte nach 7 Tagen wieder aus dem Netz genommen werden müssen, widerspricht allem, was wir über die Informations- und Kommunikationskultur im digitalen Zeitalter wissen. Dies bestätigt nun die eben vorgelegte Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags.

Es ist nicht nachzuvollziehen, dass gebührenfinanzierte Inhalte, die durch ihre Eigenschaft als öffentlich-rechtlich auch für wertvollen Qualitätsjournalismus stehen, von denjenigen, die sie mitfinanzieren, nach kurzer Zeit nicht mehr auffindbar sein sollen.

Dazu kommt ein Zuschauerverhalten, dass sich immer mehr vom linearen Fernsehen entfernt. Sendungen und Beiträge werden immer mehr zeit- und ortsunabhängig abgerufen.  Ich sehe keine Logik darin, dass ich die letzten Sendungen von Formaten wie „We love Lloret“ noch Wochen später auf allen Endgeräten problemlos ansehen kann, eine ARD-Reportage über den US-Wahlkampf oder die letzte Bundestagsdebatte  aber nach 7 Tagen nirgends mehr legal zu finden ist.

Das gesetzlich vorgeschriebene „Depublizieren“ widerspricht nicht nur den Lebensgewohnheiten der Menschen, sondern konterkariert auch den journalistischen Arbeitsaufwand, der hinter jedem einzelnen Beitrag steckt.
Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite die Kurzlebigkeit der digitalen Medienwelt beklagen und auf der anderen Seite verlangen, dass seriöse, verlässliche und informative Berichterstattung nach einer Woche wieder von der Bildfläche verschwinden muss.

Die langfristige Auffindbarkeit von öffentlich-rechtlichen Inhalten gehört für mich zum zeitgeschichtlichen Selbstverständnis einer Gesellschaft und entspricht dem Transparenzanspruch der Bürgerinnen und Bürger des Landes. Der Rundfunkstaatsvertrag muss hier entsprechend geändert werden.“

CSU-Pressestelle, Nymphenburger Str. 64, 80335 München, T. 089/1243-226, Fax 089/1243-274

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