Tack: Suchtprävention ist ein öffentliches Anliegen mit hoher Priorität

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(BPP) „Trotz positiver Trends in der Suchtproblematik dürfen wir bei den gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen in diesem Bereich nicht nachlassen“, so Gesundheitsministerin Anita Tack heute in ihrem Grußwort zur Eröffnung der 54. Fachkonferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Potsdam. Die Suchtprävention ist ein öffentliches Anliegen mit hoher Priorität. Expertinnen und Experten zum Thema Suchtprävention aus ganz Deutschland beraten drei Tage lang unter dem Motto „Suchtprävention für alle -  Ziele, Strategien und Erfolge“.

Tack nutzte die Gelegenheit, das von der Bundesregierung angekündigte Präventionsgesetz anzumahnen: „Nur eine Mischung aus Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention kann die Häufigkeit von Suchterkrankungen verringern. Deshalb muss Suchtprävention auf politischer Ebene endlich mit einem Bundespräventionsgesetz gefördert werden, welches alle Sozialversicherungsträger sowie die Private Krankenversicherung und nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen in die Pflicht nimmt.“  

Brandenburg fördert nicht nur Präventionsprogramme im Suchtbereich sondern auch die Evaluation von Prävention. Beispielhaft nannte die Gesundheitsministerin hier die erfolgreiche Evaluierung des Präventionsprogramms „Lieber schlau als blau“, das auch durch Landesmittel finanziert wurde. In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Sucht“ vom Oktober 2014 wurden die Ergebnisse der Evaluation veröffentlicht.

Tabak und Alkohol sind deutschlandweit und in Brandenburg die verbreitetsten Substanzen. Mit zwei Landesprogrammen - „Brandenburg rauchfrei“ und „Verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol“ - versucht die Landesregierung erfolgreich gegenzusteuern.
„Das Suchtmonitoring der  Brandenburger Landessuchtkonferenz zeigt, dass sich der Anteil der Brandenburger Jugendlichen, die täglich rauchen, seit 2004 halbiert hat - von über 30 auf etwa 16 Prozent. Auch der Alkoholkonsum ist bei Brandenburger Jugendlichen deutlich rückläufig. Dies gilt für den täglichen Konsum wie auch für das Rauschtrinken“, so Tack.

Seit 2002 verfügt Brandenburg mit seiner Landessuchtkonferenz unter dem Vorsitz des Gesundheitsministeriums über ein einzigartiges Instrument, um die verschiedenen Akteure und Verantwortlichen – die Kommunen, Ministerien, Kranken- und Rentenversicherung, Ärzteschaft, Spitzenverbände sowie freie Träger und Selbsthilfegruppen - unter einer gemeinsamen Zielsetzung zu vereinen. Das Arbeitsprinzip lässt sich als ein Gesundheitszieleprozess zusammenfassen: Das Suchtgeschehen im Land wird beobachtet und analysiert. Handlungsempfehlungen werden abgeleitet und gemeinsame Ziele formuliert. Die Akteure verwirklichen verschiedene Programme in je eigener Verantwortung und kommen immer wieder zusammen, um die Ergebnisse zu bewerten. Soweit möglich werden epidemiologische Daten und Daten der Suchtforschung berücksichtigt. Hierzu gehören auch die regelmäßigen, landesweiten Schülerbefragungen, deren Ergebnisse den erfreulichen Rückgang beim Substanzkonsum von Jugendlichen zeigen.

Suchtgefährdete, Suchtkranke, Angehörige und andere Ratsuchende brauchen vielseitige fachliche Hilfe. In einem Flächenland wie Brandenburg muss jeder Akteur und jede Akteurin auf dem Gebiet von Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe ein breites Spektrum fachlicher Kompetenz in einer Person vereinen. Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie der Austausch zwischen Praktikern und Forschern sind daher besonders wichtig. Aus diesem Grund hat das Ministerium die Durchführung der Fachkonferenz auch  finanziell unterstützt.

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